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Palästina · 1930-04-01 · Heft 4-5 (April 1930) · p. Seite 121

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 4-5 (April 1930)
Article
Der Einfluss der jüdischen Aufbauarbeit auf die wirtschaftliche Entwicklung Palästinas und seiner Bewohner
Date
1930-04-01
Page
Seite 121 (sequence 9)
Language
German
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45,852.000 £. Soweit die importierten Güter Konsumgüter waren (Lebensmittel, Kleider usw.), sind sie aufgezehrt worden. Im steigenden Umfang wurden jedoch Kapitalgüter importiert (Maschinen, Materialien usw.), welche der Wirtschaft des Landes als Kapitalzuwachs erhalten blieben und gleichzeitig ihre Produktivität erhöhten. Der Anteil dieser Kapitalgüter3) am Gesamtimport stieg von 17.7% im Jahre 1920 auf 36.2% im Jahre 1925 und auf 46.8% im Jahre 1928. Importziffern sind übrigens so charakteristisch für den Grad des Wohlstandes einer Bevölkerung, daß eine Analyse nützlich erscheint. Ein Volk, das arm ist, kann nicht mehr importieren, als es exportiert, ohne sich zu verschulden. Auf die Gesamtbevölkerung berechnet, importiert Palästina heute für 7.5 £ pro Kopf, das heißt doppelt soviel als das reiche Ägypten, und obwohl es nur einen Bruchteil davon exportiert, hat es sich nicht nur nicht verschuldet, sondern hat seine Vorkriegsschulden zurückbezahlt. Nach einer der Inquiry-Kommission vorgelegten Berechnung beträgt der arabische Anteil am Import 50%4). Danach würde die arabische Bevölkerung in Palästina für 4.5 £ pro Kopf, gegen 3.7 £ pro Kopf in Ägypten und 3.5 £ pro Kopf in Syrien importieren — es gibt kaum einen illustrativeren Beweis für das Steigen des Wohlstandes und der Kaufkraft bei den Arabern. Es ist auch nicht schwer, im einzelnen festzustellen, woher dieser Wohlstand gekommen ist. Wie die Araber bereichert wurden. Erstens sind gewaltige Summen direkt von der jüdischen in die arabische Wirtschaft geflossen als Kaufpreis für Boden. Da seit dem Kriege ungefähr 700.000 Dunam landwirtschaftlicher Boden durch Juden gekauft wurden, kann man den Betrag, den die arabische Wirtschaft dafür erhalten hat, auf mindestens 3 Millionen Pfund veranschlagen ). 3) Alle Arten von Rohmaterial, Baumaterial, Maschinen, Geräte, Instrumente, Petroleum, Kohle, Benzin, Schmieröl, Autos, Traktoren usw. 4) Von arabischer Seite wird diese Ziffer kaum bestritten. Wäre sie niedriger, so wäre dementsprechend auch der arabische Anteil an den Regierungseinnahmen, die hauptsächlich auf Zöllen basieren, niedriger. 5) Daß dies eine sehr vorsichtige Schätzung ist, beweist, daß nach einem statistischen Nachweis über das von den Juden 1921 bis 1928 gekaufte Land, eingetragen im Landesregister, für 513.100 Dunam ländlichen Bodens 6,051.800 £ bezahlt wurden, das sind 11.78 £ pro Dunam.

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