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Palästina · 1930-04-01 · Heft 4-5 (April 1930) · p. Seite 118

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 4-5 (April 1930)
Article
Der Einfluss der jüdischen Aufbauarbeit auf die wirtschaftliche Entwicklung Palästinas und seiner Bewohner
Date
1930-04-01
Page
Seite 118 (sequence 6)
Language
German
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IIS Regierung und öffentliches Vermögen. Nun wäre noch das öffentliche Vermögen, das Vermögen des Staates und der Kommunen, zu errechnen. Das kann relativ leicht geschehen, denn es war so gering, daß man es ohne Schwierigkeiten übersehen kann. Staatliche Eisenbahnen gab es nicht. Die Bahn Jaffa—Jerusalem gehörte einer französischen Gesellschaft; dann gab es noch die kleine Strecke Haifa—Semach, welche der Hedjas-Bahn gehörte, und das war alles. Es gab auch keinerlei unausgenutzte Bodenschätze, Mineralien, Kohle, Eisen, Petroleum. Es gab kein Telephonwesen, so gut wie keine wertvollen Straßbauten, keine Brücken, keine Kraftwerke, Kanäle und Bewässerungsanlagen, Hafenkonstruktionen usw. „Travaux publics" wurden ja für Palästina so gut wie gar nicht unternommen. Die Post mußte sich die Konkurrenz ausländischer Postanstalten gefallen lassen. Unter diesen Umständen gab es auch wenig Regierungsgebäude, die einen Wert repräsentierten. Soweit die Regierung Boden besaß, ist der Vermögenswert bereits in den allgemeinen Bodenwert miteingerechnet worden. Demgegenüber war das Land aber mit einem Anteil an den türkischen Staatsschulden belastet, der durch die Friedenskonferenzen auf 3,284.429 türkische Pfund errechnet wurde. Das entspricht einem Betrag von mehr als 23/4 Millionen Pfund Sterling. Setzen wir diesen Betrag von dem errechneten Vermögen von 8.2 Millionen ab, so erhalten wir als gesamtes Nationalvermögen einen Betrag von zirka 5 Millionen Pfund Sterling, zuzüglich eines unbekannten, aber gänzlich bedeutungslosen Betrages für das öffentliche Vermögen. Und von diesem Betrag bestand der weitaus größte Teil in einem unbeweglichen Bodenwert, der theoretisch blieb, wenn keine Einwanderung kam, die ein Erwerbsinteresse daran hatte. Es ist klar, daß bei dieser Ziffer eine Fehlergrenze mitberücksichtigt werden muß. Da aber die Zifier, gemessen an denjenigen Kapitalbeträgen, welche durch die jüdische Einwanderung nach dem Kriege dem Lande zugute gekommen sind, wie wir sehen werden, ganz außergewöhnlich klein ist, spielt es für die Konklusionen, die wir daraus ziehen wollen, eine ganz geringe Rolle, ob wir die Fehlergrenze auf 20% oder gar auf 50% (was schon ganz ausgeschlossen erscheint) schätzen. 5 Millionen oder 10 Millionen — für die nachstehende Betrachtung ist die Differenz gänzlich bedeutungslos. Wirtschaftliche Wirkungen der jüdischen Kolonisation. 500.000 Araber mit einem Kapitalwert, der großenteils unbeweglich und theoretisch war, aber selbst in der theoretischen Errechnung nicht

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