Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 13 (1930)
- Issue
- Heft 4-5 (April 1930)
- Article
- Der Einfluss der jüdischen Aufbauarbeit auf die wirtschaftliche Entwicklung Palästinas und seiner Bewohner
- Date
- 1930-04-01
- Page
- Seite 116 (sequence 4)
- Language
- German
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116 Dunam5 un(i zwar konnte man zu solchen Preisen die besten Böden haben1). Der Durchschnittspreis für solche Böden kann nach den vorliegenden Daten nicht höher als mit 15 Frcs. (60 Piaster) pro Dunam veranschlagt werden, für die übrigen entsprechend niedriger. Angenommen also, daß sämtliche Böden damals zum Verkaufe angeboten worden wären, so wäre es möglich gewesen, die ganzen zirka 12 Millionen Dunam für einen Betrag von nicht mehr als 5 Millionen Pfund erwerben können. Wobei immer im Auge behalten werden muß, daß auch dieser Wert von 5 Millionen Pfund ein theoretischer blieb, wenn er nicht durch jüdische Käufer zu einem tatsächlichen Wert umgewandelt wurde. Das Vermögen, welches in der Landwirtschaft und bei der landwirtschaftlichen Bevölkerung vorhanden war, betrug also: an Orangengärten..... 1,000.000 £ an sonstigen Böden .... 5,000.000 £ an Herden....... 750.000 £ 6,750.000 £ Die wirtschaftliche Lage der Fellachen und der städtischen Araber. Die Lage der Fellachen, Pächter oder Besitzer war eine so schlechte, daß sie sich in weitem Umfange verschuldeten. Es entzieht sich der Kenntnis, wie groß diese Schulden waren. Jedenfalls hatte die Regierung mehrere 100,000 £ ausgeliehen und außerdem war das Geldverleihen zu Wucherzinsen seitens der Effendis und berufsmäßiger Geldverleiher sehr verbreitet. Die obige Ziffer von 63/4 Millionen Pfund wäre um den Gesamtbetrag dieser Verschuldung zu kürzen. Umgekehrt bilden diese ausgeliehenen Gelder einen Teil des Vermögens der städtischen Bevölkerung. Wir können die Ziffer daher, wenn wir sie auch bei letzterer nicht mitveranschlagen, pro und kontra weglassen. Die städtische Bevölkerung umfaßte, wie erwähnt, zirka 200.000 Araber, von denen wiederum ein gewisser Teil landwirtschaftlich tätig war (Städte wie Gaza, Tulkerem usw. unterschieden sich in ihrer beruflichen Zusammensetzung fast gar nicht von der eines großen Dorfes). Dieser Teil ist in der obigen Vermögenserrechnung bereits mitenthalten. Von dem Rest bestand ein erheblicher Bruchteil aus Handwerkern, ein kleinerer Teil aus Händlern. Die Fabrikanten, die es speziell auf dem Gebiet der öl- und Seifenindustrie gab, unterschieden sich in Größe und *) Die Juden zahlten für Böden in Chederah 20 Frcs., in Chefzibah 10 Frcs., Ruchamah 12 Frcs., Haifa-Bai 8 Frcs., Rehoboth 9 Frcs., Rishon le Zion 5 Frcs., Petach Tikwah 8 bis 14 Frcs., Kfar Saba 9 Frcs. p. D.