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Palästina · 1930-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1930) · p. Seite 21

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Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1930)
Article
Die Arbeitsbedingungen der jüdischen städtischen Arbeiter Palästinas
Date
1930-01-01
Page
Seite 21 (sequence 4)
Language
German
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In Tel-Aviv-Jaffa: Metall-, Textil-, Elektrizitäts-, Zigaretten-, Schokoladen-, Kartonnagen-, Ziegel-, Druckerei-, Holz-, Seifen-, Schuh-, Leder-, Konfektions« Industrie. Haifa: Metall-, Seifen- und Öl-, Mühlen-, Zement-, Elektrizitätsindustrie. Jerusalem: Steinbearbeitung, Baumaterialien, Teppich- und orientalische Handfcrtigkeits-, Druckerei-, Biskuitindustrie sowie Tischlereien und Schlossereien. Acco: Streichholzindustrie. Die größten und bestinstallierten Industrien befinden sich in Haifa und teilweise in Tel-Aviv-Jaffa, auch in den Kolonien befinden sich einige größere Betriebe (Weinkellereien, Textil-, Holz- und Parfümfabriken); allein diese Betriebe sind in dieser Zählung nicht eingerechnet. Um die Veränderungen zu verstehen, die in der Zusammensetzung der städtischen Arbeiterschaft in den Jahren 1926 bis 1929 eingetreten sind, müssen wir die Zahlen der 1926 in den wichtigsten Beschäftigungszweigen beschäftigten Arbeiter mit denen des Jahres 1929 vergleichen. Zu diesem Zweck teilten wir die Arbeiter in fünf Beschäftigungszweige : A. Industrie, Handwerk, Produktivgenossenschaften, landwirtschaftliche Betriebe in der Stadt. Die landwirtschaftlichen Betriebe in der Stadt sind zumeist Handelsbetriebe, ihre Produktion ist der industriellen Produktion ähnlich; diese Tatsache rechtfertigt ihre Einreihung unter Kategorie A. B. Transportwesen. C Bau- und Öffentliche Arbeiten sowie öffentliche Dienste (Straßenreinigung usw.). D. Sanitäts- und Unterrichtswesen, Angestellte in öffentlichen und privaten Betrieben sowie Hotelpersonal. E. Hauspersonal und Angestellte sowie Verschiedene. Ein Vergleich der Zahlen der Jahre 1926 und 1929 ergibt, daß von der Gesamtzahl in den Städten wirklich beschäftigt waren: 1926 — 13.149, 1929 — 14.916 (ohne Arbeitslose). Tabelle 3 gibt diese Zahlen, getrennt nach Beschäftigungskategorien. Tabelle 3: Städtische Arbeiter nach Beschäftigungskategorien. Kategorie 1926 % 1929 % A 4801 36.5 5941 40 B 534 4.1 782 5.2 C 4498 34.2 2325 15.6 D 2772 21.1 4385 29.3 E 544 4.1 1483 9.9 Aus dieser Tabelle geht deutlich das absolute und relative Wachstum aller Arbeitszweige, ausgenommen das Baugewerbe, hervor, das an Bedeutung in den letzten Jahren verlor und aus dem ein nicht geringer Teil von Arbeitern in andere Berufszweige überging. Die Gründe für diese Erscheinung liegen in dem besonderen Charakter der ökonomischen Krise im Lande. Sowohl die Aufschwungswie die Depressionsepochen im Lande sind organisch mit der Aufbau- und Siedlungstätigkeit der Neueinwanderer im Lande verbunden. Die zweite Hälfte des Jahres 1924, wie das Jahr 1925, waren die stärksten Einwanderungsjahre, die Palästina je gesehen hatte. Dieser große Einwanderungsstrom hatte eine außergewöhnliche Bautätigkeit zur Folge. Die hohen Mieten waren ein starker Anreiz zur Investierung der Kapitalien der Neueinwanderer im Bau-

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