Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 13 (1930)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1930)
- Article
- Die Bedeutung der Bodenreserve
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
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- Haifa 1× ep/1047930
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wir unsere Erwerbstätigkeit dort konzentrieren, wo in absehbarer Zeit eine wirtschaftliche Entwicklung zu erwarten ist. An der Peripherie der aufstrebenden Städte und aufblühenden Siedlungen, in den neu entstehenden Pflanzungszentren, in den Gegenden, wo infolge der Schaffung größerer industrieller Unternehmungen ein rascherer Fortschritt zu erhoffen ist, müssen größere Flächen in den Besitz des Keren Kajemeth gebracht werden. Vor den tragischen Ereignissen vom August 1929 konnte man mit Sicherheit annehmen, daß die Linie der ökonomischen Entwicklung Palästinas eine Tendenz zum Aufstieg aufweise. Man rechnete damit, daß dem Lande eine Zeit wirtschaftlicher Prosperität und Erweiterung der Arbeitsmöglichkeiten und dem jüdischen Siediungswerke eine größere Ausdehnung bevorstehe. Die Ereignisse, die das gesamte Leben Palästinas erschütterten, haben für eine gewisse Zeit einen Stillstand hervorgerufen. Man kann aber mit Sicherheit annehmen, daß in absehbarer Zeit das wirtschaftliche Leben des Landes wieder seinen normalen Lauf nehmen wird. In Voraussicht auf die Zukunft muß man an die nächste Aufwärtsbewegung denken und dafür Sorge tragen, daß der Fehler, welcher bei dem Aufstieg der Jahre 1924 und 1925, zur Zeit der sogenannten „Vierten Alija", zutage trat, nicht wiederholt wird. Damals waren wir unvorbereitet, und es waren keine Bodenflächen im Besitze des Keren Kajemeth, die für die Ausbreitung des SiedlungsWerkes — in Stadt und Land — dringend notwendig waren. Wenn nun wieder ein Aufstieg einsetzen wird, muß der Keren Kajemeth eine führende Stellung einnehmen. Das kann nur auf die Weise geschehen, daß er rechtzeitig diejenigen Bodenreserven schafft, die sich für die zukünftige Siedlungsarbeit als unentbehrlich erweisen werden. Dann und nur dann wird er einen ausschlaggebenden Einfluß auf die gesamte Siedlungsarbeit der Juden in Palästina ausüben können. Die Entwicklungsmöglichkeiten des Karmel im Zusammenhange mit der Entwicklung der Stadt Haifa, Von Dipl.-Ing. Josef Loewy, Har Hakarmel bei Haifa. Es sei erlaubt, die geographische Lage der Stadt Haifa und des Karmel bei den Lesern dieser Zeitschrift als bekannt vorauszusetzen. Ich will nur einen unter Touristen vielfach verbreiteten Irrtum berichtigen,