Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1929)
- Article
- Die kooperative Bewegung unter den Juden in Palästina
- Date
- 1929-12-01
- Page
- Seite 24 (sequence 2)
- Language
- German
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Die Zusammenstellung der Bilanzen von 52 Kreditgenossenschaften zeigt eine Bilanzsumme von 739.566 £ auf beiden Seiten, das Eigenkapital macht insgesamt 18% davon aus. Als Zentrale wurde im November der „Merkaz" gegründet, der aber noch nicht die ihm zugedachte bedeutende Rolle in der Kooperativbewegung spielt. Bisher ist er weder ein Revisionsverband noch ein zentrales Finanzierungsinstitut geworden. Die größeren städtischen Genossenschaften leisten Widerstand gegen eine Aufsicht und Kontrolle und befürchten auch eine gewisse Konkurrenz. Auch die meisten ländlichen Genossenschaften bleiben dem Merkaz fern. Die zweite Gruppe bilden die kooperativen Landwirtschaftsgenossenschaften, worunter nicht die Kwuzoth inbegriffen sind. Die für Einkaufsgenossenschaften in Betracht kommenden Kolonien kann man in drei Gruppen teilen. Jene von Judäa, deren Produkte (Wein, Mandeln und Orangen) exportiert werden. Die Farmer kaufen beträchtliche Mengen von Dünger und verschiedenes Futter, aber nicht gemeinsam, 2. jene von Samaria, welche zwar auch für den Export produzieren, aber deren hauptsächliche Produkte (Getreide und Milchprodukte) in Palästina verkauft werden. Hier sind die Marktprobleme andere als in Judäa und die Farmer sind mehr selbstgenügsam als in anderen Teilen des Landes. Es ist möglich, xlaß, wenn die neuen Orangenpflanzungen Früchte tragen werden, Samaria mit Judäa vereinigt werden kann. 3. Das Emck- und das Jordantal, wo die meisten Kolonien, Kwuzoth und Kleinbauern, die Landwirte, größtenteils Arbeiter, Mitglieder der Histadruth sind. Diese produzieren verderbliche Produkte, Milch und Milchprodukte, Geflügel, Eier, Gemüse, Tafeltrauben, die alle nahezu gänzlich lokal verkauft werden. Diese Siedlungen haben ihren eigenen Verkaufsapparat organisiert, welcher sich ihrer Produktion anpaßt, und wollen sich nicht mit anderen Landwirten vereinigen. Es gibt sechs Typen von landwirtschaftlichen Genossenschaften: 1. Arbeiterproduktivgenossenschaften, wie die Kwuzoth und die Unternehmergesellschaft der Histadruth „Jachin". 2. Genossenschaften für den Verkauf von landwirtschaftlichen Produkten. 3. Genossenschaften für Ein- und Verkauf sowie Kredit. 4. Kooperative landwirtschaftliche Industrien. Hier gibt es nur die Winzergenossenschaft „Vigneronne". 5. Kooperativen für Wasserbeschaffung. 6. Kooperativen für Viehversicherung. Die Verteilung der einzelnen Zweige (mit Ausnahme von 11 landwirtschaftlichen Leih- und Spargesellschaften mit 1099 Mitgliedern) ist die folgende: davon regi- Zahl Mitglieder striert Allgemeine (Histadruth Chaklai)..... 8 431 8 Lokale Milchkooperativen....... 27 557 7 Zentrale Milchkooperativen.......4 — 4 Tabakkooperativen.......... 2 275 2 Orangenkooperativen.........1 116 1 Mandelnkooperativen.........2 151 2 Weinkooperativen..........1 213 1 Wasserbelieferungskooperativen..... 2 45 1 Viehversicherungskooperativen...... 5 1308 — Siedlungen.............16 — davon 12 Kwuzoth und vier Moschawim