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Palästina · 1929-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1929) · p. Seite 67

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1929)
Article
Bericht der Regierung für 1928 [Nachricht]
Date
1929-10-01
Page
Seite 67 (sequence 3)
Language
German
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Der Übergangspreis ist 150 ägyptische Piaster pro Dunam bewässerbares und 125 ägyptische Piaster pro Dunam für unbcwässerbares Land, zahlbar mit dem Zehnten innerhalb 15 Jahren (das heißt also, daß jährlich bloß 10 ägyptische Piaster, das sind 2.10 Mk. pro Dunam zu zahlen sind. Wie bekannt, mußten die Juden im Emek für privates Land 350 bis 500 Piaster zahlen, das zum größten Teil nicht bewässert ist. Die Red.). Die ersten fünf Jahre sind zinsfrei, ab sechstem Jahr werden 61U% berechnet. In berücksichtigungswerten Fällen kann die Frist auf 25 bis 30 Jahre ausgedehnt werden. Überflüssiges Land kann an solche Käufer abgegeben werden, die der Regierung genehm sind, doch muß dem Siedler soviel bleiben, als zum Unterhalt seiner Familie nötig ist. Neue Bodenkäufe im Pflanzungsgebiet. Die Gesellschaft „Achusa Alef" in New York hat die Formalitäten für den Kauf von 5000 Dunam Boden nordwestlich von Raananah, in der Nähe der Böden von Lord Melchett, beendigt. Das Land soll in Parzellen von 25 bis 30 Dunam unter die Mitglieder der Gesellschaft verteilt werden. Nach dem „Dawar" hat die Gesellschaft in der Gegend von AI Charem neben der Kolonie Raananah weitere 3000 Dunam gekauft, so daß die gesamte Fläche von Raananah nunmehr 13.000 Dunam umfaßt. Neue Pflanzungsgesellschaft. Die „Palestine Plantations Ltd.", die von Lord Melchett begründet wurde, ist soeben registriert worden. Kapital 300.000 £. An der Gesellschaft sind auch die bekannten Orangenmakler White and Sons Ltd., London, beteiligt. Die Kolonisation der Agudas Jisroel. Der kürzlich in "Wien abgehaltenen Versammlung dieser Organisation wurde ein ausführlicher Bericht vorgelegt, dem wir folgendes entnehmen: Ein Terrain bei Iksal nahe Afule im Ausmaß von 4225 Dunam wurde erworben. Vor vier Jahren nahmen 30 Arbeiter die Vorbereitungsarbeiten für die zu gründende Kolonie „Machaneh Isroel" in Angriff. Infolge der Krise in Polen konnten die Parzeüenkäufer die vorgeschriebenen Raten nicht zahlen. Es mußten auch Arbeiter entlassen werden. Der Betrieb wurde einer mit eigenem Kapital arbeitenden Kolonisationsgesellschaft „Habais Cy Ltd." übergeben, die einen Teil des Bodens an eine kleine Kwuzah, „Esra", verpachtet hat. Ferner wurde der Boden Madhar, 6000 Dunam (zwischen Nazareth und Tiberias) erworben, doch konnte er noch nicht ausgezahlt werden. Ursprünglich waren 33.000 Dunam zu kaufen vorgesehen. — Außerdem besitzt die Agudas Parzellen in Mozza und Bne Brak. Bodenkäufe für Nichtjuden. Die „Ziko" berichtete (noch vor den Unruhen): Nach Meldungen der arabischen Presse hat der Moslemische Rat 5000 Dunam Boden in Kfar Etil aus Beiträgen ägyptischer Spender erworben, die für die Ausbesserung der Omarmoschee gegeben wurden. Der Boden ist für die Pflanzung von Orangengärten auf den IN amen des König Fuad bestimmt. Die Einnahmen sollen dem Reparaturfonds der Moschee zugeführt werden. — Die arabische Presse berichtet ferner, daß der lateinische Patriarch in Palästina einen Komplex von 14.000 Dunam bei Tul Kerem gekauft hat. Die Böden sind für Pflanzungen geeignet. Der lateinische Patriarch beabsichtigt, dort eine landwirtschaftliche Schule für christliche Waisenkinder zu errichten. STÄDTE. Jerusalem. Boden der Agudos. In dem Bericht an die Hauptversammlung heißt es, daß dicht bei Jerusalem unter dem Namen „Neweh Israel" und „Newe Schaanon" Boden für eine städtische Siedlung erworben worden ist. Über die Größe wird nichts mitgeteilt.

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