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Palästina · 1929-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1929) · p. Seite 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1929)
Article
Die Säuglings-, Kleinkinder- und Schwangerschaftsfürsorge in Erez Israel
Date
1929-10-01
Page
Seite 22 (sequence 8)
Language
German
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personelle und sachliche Zusammenwirken dieser Fürsorgearten erleichterte den Schwestern die Arbeit, schafft schnelle Hilfe für das kranke Kind, ohne daß eine vielfach gefiirchtete Schädigung der frei praktizierenden Ärzte eintritt. Der Versuch der sozialen Krankenhausfürsorge konnte infolge mangelnder Mittel weder in Jerusalem noch in Tel-Aviv für alle Krankenanstalten aufrechterhalten werden, dor.b ließ sich dieser Zweig der Fürsorge im Rahmen der Kinderabteilung, der geburtshilflichen Abteilung der Hadassa-Krankenhäuser und der Tuberkuloseklinik ohne weitere Belastung eines Budgets organisatorisch in den Rahmen der bestehenden Kinder- und Schwangerschaftsfürsorge einreihen. In Tel-Aviv bestand eine Zeitlang eine Arbeitsgemeinschaft zwischen diesem Hospital Service und einem auf karitativer Basis aufgebauten, aus privater Initiative entsprungenen Hauspflege. Wenn ich zum Schlüsse meiner Ausführungen noch die Kinderausspeisungen in den Schulen und Kindergärten, die im Aufbau befindlichen Spielplätze des Guggenheim- Fonds, die Kindergärten und Schulfürsorge, die Testuntersuchungen auf Krankheitsdisposition unter den Kleinkindern und Schulkindern, Prophylaxe der Augenkrankheiten und die auf noch privatwirtschaftlicher Basis beruhende Krüppelfürsorge erwähne, so glaube ich, ein umfassendes Bild der Entwicklung der Säuglings-, Kleinkinder-, Schwangerschafts- und Kinderfürsorge im aligemeinen gegeben zu haben. Diese Fürsorge erfüllt schon heute, kaum sieben Jahre seit ihrem Bestehen, die Fordeiung, eine möglichst große Zahl von Menschenleben unter möglichst geringen Opfern zu erhalten und zu vollwertig kräftigen Kindern aufzuziehen. In den Jahren 1924, 1925 und 1926 glaubte man in Palästina, daß die Malaria, dank den getroffenen Maßnahmen, in den jüdischen Siedlungen im Erlöschen ist. Die vorsichtige, reservierte, zum Teil skeptische Beurteilung der getanen Arbeit durch die Kommission des Völkerbundes, die 1925 Palästina besuchte, wurde kaum beachtet. In der zweiten Hälfte 1926 begann eine Malariaepidemie in Ober-Galiläa, wurde jedoch im allgemeinen in der palästinensischen Öffentlichkeit übersehen. Erst das Jahr 1927 lenkte wieder die Aufmerksamkeit dem Malariaproblem zu. In Galiläa, in Emek-Harjarden und Jesreel, im Küstengebiete nördlich und südlich von Haifa wurden die jüdischen Ortschaften von einer Epidemie heimgesucht, wie sie seit 1922 nicht mehr vorgekommen war. Die meisten judäischen Kolonien und der Süden Palästinas blieben dagegen verschont. Das Malariaproblem, von dem man glaubte, daß es abgetan ist, steht wieder auf der Tagesordnung, obwohl wir allem Anschein nach einem günstigen Jahr entgegengehen. Gesundheitspolitik treiben, heißt nicht fatalistisch günstige und ungünstige Malariajahre in Kauf nehmen, sondern den Gefahren begegnen und rechtzeitig Maßnahmen treffen. "Wir müssen uns Rechenschaft ablegen: 1. ob die Malariabekämpfung in jüdischen Von Dr. Sigismund Peller, Wien. Wir haben diesen Artikel, der uns schon seit längerer Zeit vorliegt, aus Platzmangel bisher nicht abdrucken können. Der Autor hat daher eine Ergänzung, betreffend die Jahre 1928/29, am Schlüsse angefügt. Die Red.

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