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Palästina · 1929-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1929) · p. Seite 86

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Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1929)
Article
Die Julitagung der Mandatskommission [Nachricht]
Date
1929-07-01
Page
Seite 86 (sequence 2)
Language
German
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Jahre 1928 im geeigneten Wege an das Generalsekretariat des Völkerbundes zur Informierung der Ständigen Mandatskommission weiterzuleiten. In der „Einführung" wird gesagt, daß es das Ziel des Memorandums ist, einen Überblick zu geben über die jüdische Arbeit in Palästina während des Jahres 1928 (5688—5689 des hebräischen Kalenders) und daß die Zahlen möglichst für die mit 31. Dezember 1928 endenden 12 Monate gegeben wurden, daß aber die Finanzstatistiken sich meist auf das mit 30. September endende Finanzjahr beziehen. Nachstehend die wichtigsten Auszüge aus dem Memorandum: I. Bevölkerung. Wachstum der jüdischen Bevölkerung: Im Juli 1928 wurde die jüdische Bevölkerung Palästinas von der Regierung auf 149.554 Seelen geschätzt; bei der Volkszählung von Oktober 1922 wurden 83.794, im Jahre 1920 wurden etwa 57.000 jüdische Seelen festgestellt. Die zionistische Exekutive Palästinas hat aber Grund, eine jüdische Bevölkerung von etwa 162.000 Seelen Ende des Jahres 1928 anzunehmen, das sind 18% der Gesamtbevölkerung. Die natürliche Vermehrung der jüdischen Bevölkerung im Jahre 1928 betrug 23*2 Promille, die der christlichen Bevölkerung 21*5, die der moslemitischen Bevölkerung 29*5 pro Tausend. IL E i n w a n cl e r u ng. Im Jahre 1928 wurden amtlich 2178 jüdische Einwanderer, gegen 2713 im Jahre 1927, registriert. 1927 wanderten 5071, 1928 aber nur 2168 Juden aus, davon 607 Vorkriegseinwohner und 1563 in ihre Heimat zurückkehrende Wanderer. Das Jahr 1928 weist eine Besserung gegenüber 1927 auf, welches das einzige Jahr ist, in welchem ein Überschuß von Auswanderern über Einwanderern festzustellen war. Die Statistiken für 1928 kennzeichnen den Abschluß einer Periode wirtschaftlicher Depression und eine Rückkehr zu normalen Verhältnissen. Die 2178 jüdischen Einwanderer für 1928 setzen sich aus 849 Männern, 779 Frauen und 550 Kindern zusammen: 349 Familienoberhäupter mit 719 Familienmitglieder und 1110 Alleinstehende. Einwanderer auf Grund von Arbeiterzertifikaten waren 708. Personen mit Privatvermögen samt Angehörigen 845, Verwandte von Palästinaeinwohnern 625. Die Ursprungsländer sind: Polen 394 (18%), Rußland 299 (14%), Irak 267 (12%), Vereinigte Staaten Amerikas 299 (10%), Britisches Reich 170 (davon 34 aus Aden) (8%), Persien 157 (8%), Rumänien 108 (5%), Ägypten 96 (4%), Litauen 88 (4%), andere Länder 370 (17%). Der Überschuß der Einwanderung über die Auswanderung beträgt von 1919 bis 1928 77.751. Von den Auswanderern waren 6026 Vorkriegseinwohner, 19.981 Nachkriegseinwanderer. Die Zahl der Arbeitslosen (nach den Registern der jüdischen Arbeiterorganisation) fiel von 6361 Ende 1927 auf 1393 Ende 1928. Es wird dann bemerkt, daß im Jahre 1929 die Nachfrage nach Arbeitskräften infolge des ausgedehnten Programms öffentlicher Arbeiten einschließlich des Hafenbaues in Haifa noch erhöht werden wird. Dieses Arbeitsprogramm weist eine viel breitere Skala als jedes bisher von der Regierung durchgeführte Programm auf; die Beschäftigung jüdischer Arbeiter bei öffentlichen Arbeiten, die seit einiger Zeit Gegenstand eines Meinungsaustausches zwischen Regierung und zionistischer Organisation ist, wird so zu einer Frage von Bedeutung und Dringlichkeit. Sie hängt auch sehr davon ab, ob die Regierung diese Arbeiten direkt oder durch Kontrakt ausführt. Angesichts der Nachfrage nach Arbeits-

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