Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1929)
- Article
- Das Problem der Beregnung zum Schutz vor Dürre
- Date
- 1929-07-01
- Page
- Seite 54 (sequence 6)
- Language
- German
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- Hebron 1× ep/1047559
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uns die Jahre 1922, 1925 und 1926, wo nicht viel höhere Niederschlagshöhen, von 445, 436 und 444 mm, bedeutend höhere Erträge brachten. Die künstliche Beregnung hat zur Folge, daß der Kunstdünger, namentlich der Stickstoff, der in trockenen Jahren nicht zur Wirkung kommt, sich voll auswirkt. In diesem Falle können wir den Stickstoff ohne jedes Bedenken anwenden und so zu Höchsternten gelangen. Durch die Beregnung, zusammen mit entsprechender Düngung und Bodenbearbeitung, gelangen wir zu den Maximalernten. Die Beregnung in Palästina ist ein wichtiges Problem, das in den dafür geeigneten Gebieten uns von der Gefahr der Dürre befreien und für das Land großen Segen bringen kann. Die Frage der Aufforstung in Palästina. Von Agr. Josef Weiz, Jerusalem. Wir bringen nachstehend in etwas gekürzter Form einen Abschnitt aus der Broschüre des Verfassers („Der Wald"), die in der Schriftenreihe des KKL. „Lanoar" (für die Jugend) erschienen ist. Agr. Weiz ist der forstliche Fachmann des KKL. Die Red. . . . Der englischen Verwaltung, anders als der türkischen vor dem Kriege, war die Wichtigkeit des Waldes für das Land bewußt, und als sie Gesetze für die Hebung der Wirtschaft erließ, sorgte sie auch durch solche für den Schutz der bestehenden Reste des alten Waldes und die Anpflanzung neuer Setzlinge an verschiedenen Orten, sowie dafür, daß die Bäume vor Zerstörung durch die Beduinen und ihre Herden bewahrt werden. Viele Waldflächen wurden als „geschlossene Waldzonen" erklärt und jedes Nahekommen mit der Absicht, Bäume zu fällen oder Herden zu weiden, unter strenge Strafen gestellt. Auf diese Weise wurden Wälder auf den Bergen Judäas, in der Umgebung von Artuff, im Süden Jerusalems, in der Umgebung Ramalah gegen Norden und ebenso nahe Hebron und bei Akko vor Vernichtung bewahrt. Außerdem begann die Regierung von verschiedenen Orten des Landes neue Bäume zu pflanzen: auf den Bergen bei Jerusalem und auf den Meeresdünen bei Gaza. Zu diesem Zwecke legte sie Baumschulen an, um Setzlinge für Waldbäume zu ziehen, sowohl für ihre eigenen Pflanzungen als auch für die von Privaten. Die Aufforstungsarbeit schreitet unter der Obhut der Regierung gut fort und bis jetzt gelang es ihr, Tausende von Dunam aufzuforsten. Die Zionistische Organisation widmete, als sie nach Friedensschluß ins Land zurückkehrte, einen Teil ihrer für das landwirtschaftliche Budget bestimmten Mittel der Aufforstungsarbeit durch die Siedler und den Keren Kajemeth Lejisroel, welcher schon vor dem Kriege Aufforstung betrieben hatte. Bei den Ansiedlungen der letzten sieben Jahre im Emek und in Judäa wurde eingeführt, daß jeder Siedler aus Mitteln des KH. auf einer bestimmten Fläche, meist 3 bis 4 Dunam, 4000 bis 5000 Waldbäume pflanze. Auf diese Weise nahm der Wald in Erez Israel um 3500 Dunam zu. Die von den Siedlern gepflanzten Bäume waren meist Eukalyptus und in geringem Ausmaß Kasuarinen, verschiedene Akazien und andere mehr. Auch der KKL. arbeitete an der Aufforstung mit den Mitteln der sogenannten