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Palästina · 1929-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1929) · p. Seite 37

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Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1929)
Article
Mittelstands-Darlehenspolitik in Erez Israel
Date
1929-07-01
Page
Seite 37 (sequence 8)
Language
German
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Um so mehr wäre die Schaffung einer leistungsfähigen Sparkasse anzustreben, die den reinen Sparbetrieb fördert, ohne ihn, wie das im Lande geschieht, mit dem Spieltrieb zu vermischen, und die in den Spareinlagen nicht sowohl ein Mittel zur Befriedigung des eigenen Kapitalbedarfs als zur Sicherung der Existenz der Sparer sieht. Eine derartige Gründung wäre nur die logische Konsequenz des Systems der Bank Halvaoth. Zukünftige Möglichkeiten. Wir haben gesehen, daß die Bank Halvaoth sich recht eigentlich als Durchgangs- Station für ihre Kunden betrachtet. Ihre Kunden aus dem Kreise von Handel und Gewerbe will sie so entwickeln, daß sie allmählich auch für die Kommerzbanken kreditwürdig werden und von diesen übernommen werden können. Ihre Kundschaft aus dem Kreise der Privatleute und Beamten will sie so fördern, daß sie den Kredit der Bank für die Erhaltung ihrer Existenz nicht mehr benötigen und sich aus eigenen Kräften erhalten können. Mit anderen Worten: die Bank Halvaoth sieht ihre Aufgabe als erfüllt an, wenn sie sich selbst überflüssig gemacht hat. Aber das wird noch gute Weile haben. Jede neue Einwanderungswelle, jede Krisis stellt der Bank Halvaoth wieder Aufgaben, und es wird wohl noch geraume Zeit vergehen, bis das Land so entwickelt ist, daß es die Einwanderung ohne besondere Hilfe absorbieren und sich über kritische Zeiten selbst hinweghelfen kann. Hierzu würde wesentlich beitragen, wenn die Bank Halvaoth ihre Sparkasseneinrichtungen über das ganze Land hin ausbauen würde. Aber es ist auch die Frage aufzuwerfen, ob die Tätigkeit der Bank Halvaoth auf die Stadt beschränkt bleiben soll. Mit der Entwicklung der Pflanzungskulturen nehmen die großen Kolonien in Erez Israel immer mehr städtischen Charakter an. Eine neuere Statistik zeigt, daß über 70% der Bevölkerung in den fünf großen Pflanzungskolonien beruflich nichts mehr mit der Landwirtschaft zu tun haben, vielmehr städtischen Berufen angehören. Bisher hat man dieser Erscheinung wenig Beachtung geschenkt, und eben darauf beruhen nicht zum wenigsten die sozialen Schwierigkeiten, die die Entwicklung der Kolonien immer wieder erschüttern. Man hat dabei ganz die Erfahrungen mit der Chancenfähigkeit des Juden außer acht gelassen, die so sehr dazu beigetragen hat, die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt zu regulieren. Es sollte untersucht werden, ob nicht dieser Fähigkeit in Verbindung mit der Neigung der Juden zur Einzelbürgschaft auch bei der Entwicklung des Dorfes eine größere Rolle zugewiesen werden könnte als bisher, um so mehr diese Entwicklung zweifellos immer mehr in städtische Richtung gehen wird. Vielleicht könnte von den Erfahrungen, die die Bank Halvaoth beim Aufbau der Stadt gemacht hat, in Zukunft viel mehr als bisher auch für die Entwicklung der dörflich-halbstädtischen Siedlung profitiert werden. Technische Probleme des Bauens in Palästina. Von Ing. Richard Pacovsky, Tel-Aviv, 1. HEMMUNGEN. Zeit und Entwicklung haben Sinn und Wesen des Bauens durchgreifendem Wandel unterzogen. Es untersteht den geschriebenen und ungeschriebenen Gesetzen der Volkswirtschaft, Hygiene, Sozialpolitik, Religion, des Volkscharakters usw. Man spricht

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