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Palästina · 1929-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1929) · p. Seite 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1929)
Article
Die Psychotechnik im Dienste der Aufbauarbeit Palästinas
Date
1929-07-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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tungen, die man an die Wissenschaft stellte, tatsächlich nicht getäuscht hat, so wird man die Durchführbarkeit im vorliegenden Falle wohl als eine nicht leichte, aber keineswegs als eine unlösbare Aufgabe betrachten müssen. Das jüdische Volk hat bewiesen, daß es nicht nur befähigt ist, sich für große Ideen zu begeistern, sondern sie auch in die Tat umzusetzen. Es wird sicher auch mit den eingetretenen (und vielleicht auch noch zu erwartenden) Schwierigkeiten fertig werden, die in letzter Zeit in Palästina aufgetreten sind. Es ist meine Überzeugung, daß die Psychotechnik in der Lage ist, dem Zionismus dabei gute Dienste zu leisten. Die Bedeutung der Milchwirtschaft. Von Agr. J. Eleazari-Volcani, Direktor der landwirtschaftlichen Versuchsstation der Zionistischen Exekutive, Tel-Aviv. Nachstehend drucken wir das erste Kapitel einer kürzlich erschienenen Studie des Autors über die Milchwirtschaft in Palästina ab: „The Dairy Industry as a Basis for Colonisation", deren ausführliche Besprechung wir uns vorbehalten. Die Red. Milchwirtschaft dient einem vierfachen Zweck: 1. Einkommen zu liefern; 2. die Ernten in Trockenwirtschaftszonen zu erhöhen; 3. die wirtschaftliche Struktur der Zone mit schweren Böden zu verändern; 4. die Erträge der Pflanzungsszone zu steigern. Für die Intensivierung der Landwirtschaft, um das Land dichter zu bevölkern und einen Lebensstandard einzuführen, wie er bereits in entwickelten Ländern besteht, gibt es keinen anderen als die „Milch-Straße6*. Die Milchwirtschaft als Einkommensquelle. Die Getreidewirtschaft bei zweijährigem Fruchtwechsel von Weizen und Durrha ergibt auf Grund der heutigen Erträge eine Einnahme von 50 bis 60 Piaster (100 pal. Piaster 1 £) pro Dunam, so daß bei 100 Dunam 50 bis 60 £ erlöst werden. Dem gegenüber gibt eine gemischte Wirtschaft, die hauptsächlich auf Milcherzeugung basiert, 160 £ auf die gleiche Flächeneinheit, davon 112 aus Milchprodukten und den Verkauf von Kälbern. Die Prozentsätze des Ertrages verhalten sich also wie 1:3, und was den Lebensstandard bei den Bauern betrifft, so gibt es gar keinen Vergleich, denn diese gemischten Farmen liefern, abgesehen vom Geldertrag, auch die Bedürfnisse des Bauern an Milch, Fleisch, Eiern und dergleichen, indes Monokultur unter den gegenwärtigen Ver-

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