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Palästina · 1929-06-01 · Heft 6 (Juni 1929) · p. Seite 20

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Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 6 (Juni 1929)
Article
Die Erwerbung des Emek Jesreel
Date
1929-06-01
Page
Seite 20 (sequence 8)
Language
German
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angewachsen ist. Hatten wir den Emek Jesreel noch nicht gekauft, so würden wir heute, wo Haifa vor dem Hafenbau und vor einer neuen Verbindung mit Mesopotamien steht, alles daransetzen müssen, um den Emek zu erwerben. Da wir ihn größtenteils schon besitzen, können wir uns jetzt anderen Gebieten, insbesondere solchen in der Zone des Orangenbaues, zuwenden, wohin schon in den beiden letzten Jahren der Schwerpunkt der Kauftätigkeit verlegt worden ist. Palästina-Regierung und jüdische Arbeit. Von J. Ben Zwi, Jerusalem. Vorausgeschickt seien einige Worte über die Rolle der Palästinaregierung als Arbeitgeber in Erez Israel. Zweifellos stellt die Palästinaregierung mit einem Jahresetat von mehr als £ 2,300.000 den wichtigsten Arbeitgeber im Lande dar, dessen Methoden den übrigen Arbeitgebern als Vorbild dienen. So fällt der Regierung bei der Vergebung von Arbeiten eine zwiefache Bedeutung zu: als der wichtigsten Institution zur Durchführung von Arbeiten und als beispielgebender Stelle für die übrigen Arbeitgeber Palästinas. Besondere Wichtigkeit ist dem gegenwärtigen Verhalten der Regierung beizumessen, da wir angesichts der Ereignisse des Haifaer Hafenbaues vor dem Eindringen neuen internationalen Kapitals nach Palästina stehen. Tatsächlich arbeiten Tausende von Fach- oder Schwarzarbeitern, ständigen oder provisorischen Kräften bei den verschiedenen Regierungdepartements, sei es in direktem Arbeitsverhältnis zur Regierung oder durch Anwerbung von Unternehmern, die Regierungsaufträge übernehmen. Hierbei kommen außer dem Departement für öffentliche Arbeiten auch Post, Telegraphie und Eisenbahn in Frage, die ebenfalls der Regierung angehören, sowie andere Abteilungen, wie die sanitäre und die landwirtschaftliche, die weniger Arbeiter beschäftigen. Hinzu treten noch die Staatsverwaltungen, die bis heute der direkten Aufsicht der Regierung unterstehen. Es ist schwierig, sich ein genaues Tatsachenmaterial über die Zahl der Arbeiter zu verschaffen, die in den einzelnen Departements beschäftigt sind. Erstens besteht fast keine Möglichkeit, von sehen der Abteilungen genaue Angaben über die Zahl der bei ihnen angestellten Arbeiter zu erlangen. Sodann wechselt die Zahl der provisorischen Arbeiter ständig, da ein großer Teil der Regierungsarbeiten aus Bau- und Ausbe^serungsarbeiten besteht. Laut den offiziellen Angaben, die mir zu Beginn des Jahres 5688 zur Verfügung standen, betrug die Zahl der Gelegenheitsarbeiter in dem Departement für öffentliche Arbeiten gegen 1000 Mann; bei der Eisenbahn arbeiteten von der gleichen Kategorie an 1200, bei der Post- und Telegraphenabteilung an 300 Mann. Leider habe ich keine genaue Aufstellung über die Gesamtzahl der Arbeiter bei diesen drei wichtigsten Regierungsabteilungen; man kann aber auf Grund verschiedener Schätzungen annehmen, daß die Gesamtzahl der Arbeiter und Beamten sich bei der Eisenbahn auf 2000, im Post- und Telegraphenwesen auf 800 beläuft. Wenden wir uns nun dem jüdischen Jischuw im Lande zu, so ergeben sich folgende Proportionen: Die Juden bilden 18% der Bevölkerung des Landes, das ihnen als „nationale Heimstätte" unter der Oberhoheit Englands zugesichert wurde. Sie beteiligen sich an Steuern und anderen Regierungsangaben in ungleich höherem Maße, als es ihrer An-

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