Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 4-5 (April 1929)
- Article
- Die Rolle des Keren Kajemeth bei Entwicklung der Haifa-Bay
- Date
- 1929-04-01
- Page
- Seite 52 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2379786-2379874-2379878-2388964--08900-2389188- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Nachbar auf freiem Eigentum: der Hausbesitzer auf gepachtetem Boden in der Stadt kann ständig größere Summen in seinem Geschäft investieren als sein Freund, dessen Haus oder Pflanzung auf eigenem Boden steht. Wer das weiß, wie die primitive wirtschaftliche Struktur Palästinas relativ größeres arbeitendes Kapital erfordert als anderswo, und wie selbst der vergleichsweise gut situierte Handwerker, Händler oder Industrielle oft durch den Mangel an genügenden Mitteln beengt ist, der wird zaudern, ehe er entscheidet, wer wirklich in Palästina sich eigenen Grundbesitz „leisten" kann. Wir wollen daher mit dem etwas oberfläch liehen Gerede aufhören, daß der Keren Kayemeth eine Beeinträchtigung der Privatinitiative darstellt. Das Gegenteil ist richtig. Er fördert eine solche Initiative, die in weitem Maße davon abhängig ist, daß das vorhandene Kapital arbeiten kann. Laßt uns in dem Keren Kayemeth Lejisrael eines der wichtigsten Instrumente der jüdischen Kolonisation in Palästina anerkennen, und laßt uns helfen, die Mittel zu beschaffen, die es ihm ermöglichen, den ihm gebührenden Platz in unserem Werke^ einzunehmen. (Übersetzt aus „New Palestine".) Die Funktion des Bodens als Grundlage der Bodenpolitik des Keren Kayemeth Leisrael. Von E. N. Moni, Jerusalem. Über das Problem einer gerechten Bodenpolitik haben die Sozialphilosophen seit undenklichen Zeiten nachgedacht. Der Gesetzgeber Israels hat ein fundamentales Prinzip für dieses schwierige Problem aufgestellt: „Und das Land sollt Ihr nicht verkaufen auf ewig, denn mein ist das Land, denn Fremde seid Ihr bei mir; auf allem Boden, den Ihr besitzt, sollt Ihr dem Lande Erlösung zuteil werden lassen.'6 (Lev. 25 : 23—4.) Die göttliche Autorität bildete die Grundlage für diese Vorschrift. Der moderne Sozialökonom gründet seine Prinzipien auf Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Kann man dieses Problem treffender anpacken? Kann es nach den elementaren Grundsätzen des modernen Geschäfts-