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Palästina · 1929-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1929) · p. Seite 34

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 2-3 (Februar 1929)
Article
Die Bilanz einer ackerbautreibenden Kolonie (Merchawia)
Date
1929-02-01
Page
Seite 34 (sequence 2)
Language
German
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nicht amelioriert; die Amelioration ist kostspielig, weil man die Wurzeln, oder besser die Klumpen, einzeln herausgraben, in Haufen schichten und verbrennen muß. Auf dem Boden der Oppenheimerischen Ansiedlungsgesellschaft haben wir monatelang gearbeitet, um uns von diesem Übel zu befreien, und die Amelioration war sehr teuer, weil wir dazu täglich 20 Taglöhner verwenden mußten. Die einzelnen Ansiedler auf dem K.-K.-L.-Boden mußten die Reinigung des Bodens von den Kurrams mit eigenen Händen oder auf eigene Kosten machen und eine solche Ausbesserung hebt den Preis des Bodens fast um die Hälfte. Viele von den Kolonisten haben den verwilderten Boden tief aufgepflügt, was, wie bekannt, wenn es einmal jede drei bis vier Jahre gemacht wird, der Wirtschaft sehr nutzbringend ist, was aber bei uns aus Mangel an Mitteln selten geschieht; auch haben viele den Boden mit eigenem Stalldung oder mit gekauftem arabischen Dünger (alte, hundertjährige Haufen von Kehricht, Abfällen, Stroh, Asche, Kadavern usw.) gemistet und der Boden hat einen höheren Wert bekommen. Einzeln abgeschätzt* haben die Felder in 25 Fällen einen Wertzuwachs von zusammen mindestens £ 3750 zu verzeichnen, das sind Felder, welche alten, erfahrenen Kolonisten gehören oder deren Besitzer große Stapel eigenen Stalldüngers hatten. Bei anderen neue Kolonisten, welche wenig Vieh hatten oder welche sich erst vor kurzem sich angesiedelt und noch keine Zeit dazu hatten, die Felder ganz unkrautfrei zu machen oder tiefzupflügen, wurde der Wertzuwachs auf £ 900 abgeschätzt, weitere sechs haben einen Wertzuwachs von £ 400 erwiesen; zusammen hat der K.-K.-L.- Boden einen solchen von zirka £ 5140 erfahren; der Privatboden (111 Dunam) hat um £ 557 an Wert zugenommen; zusammen Wertzuwachs £ 5697. Ein Teil des Privatbodens (111 Dunam) befindet sich in der Kolonie und ist als Bauplatzgrund sehr hoch im Wert, ich habe aber auch diese Bauplätze billig eingeschätzt, um nicht künstlich eine Spekulation mit Boden zu verursachen. (Alle Angaben in palästinensischen Pfund, das dem Pfund Sterling gleich ist.) Die Kolonisten haben sich Holzbaracken gebaut, sie getüncht und die Zimmer mit Decken und Dielen versehen; die guten steinernen Fundamente und die festen Keramiddächer schützen diese Häuser vor Regen und Nässe und alle diese Baracken, obwohl viele noch im Jahre 1923 gebaut und schon sechs Jahre alt sind, haben noch fast den ganzen Anschaffungswert behalten. Es sind vorhanden: 39 Wohnbaracken und 2 Wohnhäuser aus Zementblöcken. Sie wurden nach Abzug der Amortisation (welche für die Holzhäuser sehr groß ist) sehr niedrig, mit £ 1457, eingeschätzt, obwohl die Baracken allein mehr als £ 4000 gekostet haben. 32 Betonställe, neu aufgebaut, und 7 Holzställe sind auf

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