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Palästina · 1929-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1929) · p. Seite 33

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 2-3 (Februar 1929)
Article
Die Bilanz einer ackerbautreibenden Kolonie (Merchawia)
Date
1929-02-01
Page
Seite 33 (sequence 1)
Language
German
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Die Bilanz einer ackerbautreibenden Kolonie (Merchawia). Von Agr. Dr. M. Zagorodsky, Tel-Aviv*). Der Name dieser Kolonie ist Merchawia (Gottes Gebreite, weil von hier die große Ebene Israel sich nach allen Seiten hin ausbreitet), die Araber aber nennen sie noch bis heute Phule, weil sich hier die Ruinen der alten, von den Kreuzfahrern stammenden Festung Phule befanden. Der Boden von Merchawia ist im Jahre 1910 erworben worden. Dies war der erste Kauf im Tale Jesreel (Emek) und daher war der Kauf selbst sowie auch die Existenz der Kolonie in den ersten Janren mit den ärgsten Schwierigkeiten verknüpft. Die Palestine Land Development Cy (P. L. D. C.) hat alle Schwierigkeiten überwunden. Im Jahre 1911 hat sich auf diesem Boden die Oppenheimerische Kooperative (Genossenschaft) angesiedelt und bis zum Weltkriege haben sich hier auch noch einige Privatfamilein ansässig gemacht und den übrigen der P. L. D. C. gehörigen Boden hatte eine Kwuzah in Betrieb genommen. Nach dem Kriege hat sich die Oppenheimerische Kooperative aufgelöst, die Privatleute hatten sich fast alle zerstreut und von diesen letzteren hat der K. K. L. den Boden erworben und einen Moschaw Owdim gegründet. An Stelle der Kooperative hat sich eine Kwuzah ansässig gemacht und jetzt haben wir in dem ehemaligen Phule zwei besondere Ansiedlungen: Kwuzah Merchawia und Moschaw (Einzelbauernsiedlung) Merchawia. Die folgenden Zeilen sind dem Moschaw gewidmet. Anfangs bestand er aus 1250 Dunam, welche, wie erwähnt, der K. K. L. von Privatleuten erworben hat, mit 12 Ansiedlern. Jetzt ist der Moschaw auf 43 Familien angewachsen, welche aus 203 Seelen bestehen, das heißt, auf jede Familie entfallen durchschnittlich zirka 4.72 oder beinahe 5 Seelen. Diese Ansiedler haben insgesamt 4079 Dunam Boden, von welchen 3968 Dunam dem K. K. L. gehören und nur III Dunam den Ansiedlern selbst. Als wir den Boden in Besitz genommen haben, war er furchtbar verunkrautet, besonders mit einer Gramineae, welche in Form von büscheligen Horsten wächst, deren Wurzeln einen großen harten, mit Erde vermischten Klumpen bilden. Dem Pfluge sind diese Klumpen gar nicht zugänglich; ein Feld, das mit diesen „Kurrams" (Phalaris nodosa) verseucht ist, hat für die Landwirtschaft keinen Wert, wenn man es *) Wir werden in einer der nächsten Nummern auch die Bilanz einer Kwuzah veröffentlichen. — Die Red.

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