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Palästina · 1929-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1929) · p. Seite 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 2-3 (Februar 1929)
Article
Die Versorgung der Juden Palästinas mit Spitälern und Polikliniken
Date
1929-02-01
Page
Seite 18 (sequence 3)
Language
German
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18 In derselben Zeit, in welcher in staatlichen bezw. städtischen Spitälern 30.824 Personen untergebracht wurden, haben die Volontären Anstalten mehr als viermal so vielen Patienten Hilfe geleistet. Obige Tabelle zeigt, wie von Jahr zu Jahr (bis 1925), die Regierung mehr entlastet und die freiwilligen Helfer mehr belastet wurden. Die Volontären Spitäler Palästinas sind untereinander je nach Aufgabe, Provenienz, Organisation und Erhaltung verschieden. Mission, Politik, Philanthropie, Hilfe an Versicherte, Anteil am zionistischen Landesaufbau findet man nebeneinander. Unter den Volontären Spitälern gibt es derzeit 10 jüdische mit rund 600 Betten und 19 nichtjüdische Institutionen mit 1000 Betten. Die Verteilung der Spitalspatienten nach der religiösen Zugehörigkeit ist nur zu 6/7 *) eruiert. Auf die Juden entfällt rund die Hälfte aller Fälle. In den Volontären Spitälern gab es in den Jahren 1921—1926: alle Juden Christen Moslems andere unbekannt "J;LÖ#, J zusammen Absolut ...... 64.506 19.557 29.979 20 18.278 132.340 in Prozenten . . . 48.8 14.8 22.7 — 13.7 100 Der Prozentsatz der Juden ist in den letzten Jahren gestiegen (Einwanderungsfolge); im Jahre 1926 waren über 58% aller Spitalspatienten in Volontären Spitälern Juden. Das Bild ist ganz anders als in den Regierungs-(bezw. Munizipal-)Spitälern, In den jüdischen Volontären Spitälern sind, Safed ausgenommen, in der Regel fast 100% aller Patienten Juden, in den nichtjüdischen Volontären Spitälern sind (in den letzten 2 Jahren, über die offizielle Berichte vorliegen), zirka 20% aller Patienten Juden. Außer den allgemeinen Spitälern gibt es eine jüdische Volontäre Irrenanstalt ,,Esrath Nashim Asylum", und ein interkonfessionelles Lepraheim, beide in Jerusalem. Die Irrenanstalt beherbergt zeitweise über 70 Patienten, obwohl ihr Fassungsraum etwa für 40 geeignet ist. Seit dem Jahre 1923 hat dieses Asyl 231 Kranke' aufgenommen, darunter 224 Juden, 3 Christen und 4 Mohammedaner. In den letzten Jahren werden nur jüdische Kranke aufgenommen. In 12 Städten wird in 43 Polikliniken medizinische Hilfe von Volontären Institutionen gegen geringe Entschädigung oder unentgeltlich geleistet, Jerusalem zählt 14. Haifa 7{ Jaffa 5, Tel-Aviv 3 2) solcher Polikliniken. Die Majorität der Ambulatorien ist in nichtjüdischen Händen. Die jüdischen erfreuen sich eines ungeheuren Zulaufes. Zahl der Patienten in den Städten im Jahre 1926: d*h,v;,™ in staatlichen Volontären Religion Polikliniken Juden ..... 3.869 215.000 Christen .... 9.893 ' 29.213 Mohammedaner . 54.929 56.583 Sonstige .... 169 142 Alle ...... 68.860 300.938 1J Manche Missionsspitäler verweigern die Angabe der Religionszugehörigkeit der Patienten. 2) Die Poliklinik der Kupat Cholim wurde inzwischen dezentralisiert, so daß die Zahl der Behandlungsstellen größer wurde.

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