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Palästina · 1928-11-01 · Heft 11-12 (November 1928) · p. Seite 538

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Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 11-12 (November 1928)
Article
Der Bericht der Regierung an den Völkerbund für 1927 [Nachricht]
Date
1928-11-01
Page
Seite 538 (sequence 2)
Language
German
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538 1926 1927 Orangen; Kisten 1,515.116 2,658.716 Wert Pfund 466.669 825.046 Die Ernteaussichten im Oktober. Nach dem Bericht des Direktors des Landwirtschafts-Departements der Regierung war die Wetterlage im Oktober für die Entwicklung der landwirtschaftlichen Kulturen günstig. Die Durrha-Ernte verspricht sehr gut auszufallen, Die Erträge von Oliven und Sesam werden dagegen dieses Jahr gering sein. In den Orangengärten hat das Pflücken der Früchte und der Export bereits begonnen. Der Prozentsatz der großen Früchte, für die der Markt beschränkt ist, ist diesmal recht erbeblich. Bananen, Datteln, Feigen und Gemüsekulturen weisen eine befriedigende Entwicklung auf- Regierungshilfe für die durch die Mißernte Geschädigten. Die Verhandlungen zwischen der Regierung und der Zionistischen Exekutive über eine Hilfeleistung an die jüdischen Wirtschaften, die durch die Mißernte in diesem Jahre geschädigt wurden, sind zum Abschluß gekommen und die Regierung hat sich bereit erklärt, an Stelle ihres früheren Vorschlages auf Bereitstellung von Saatgut, den Geschädigten eine Anleihe in Höhe von 2500 Pfund zur Beschaffung von Getreide-Saatgut mit einem Zinssatz von 5% zur Verfügung zu stellen. Die Mittel der Anleihe kommen in erster Linie den Siedlungen Kfar-Jecheskiel, Merchaviah, Tel-Adass, Ein-Charod, Kfar-Gideon und Tel- Josef zugute. (Die Beistellung von Saatgut wurde von den Kolonien abgelehnt, da die von der Regierung angekaufte Weizensorte für das Emek nicht geeignet war. Die Red.) Die Viehzählung. Im oben zitierten Regierungsbericht wird die Stückzahl der besteuerten Tiere nach dem Zensus angegeben (Büffel 1926 inklusive der nicht besteuerten). Jahr Schafe Ziegen Büffel Kamele insgesamt 1926 290.854 571.289 4.161 27.319 893.623 1927 242.625 385.762 596 52.569 651.552 (Nachbem. der Red. Die Zahlen für 1926 inklusive^ jener der Rinder und Pferde haben wir schon in Nr. 5/7, S. 308, angegeben.) Gründung einer Gesellschaft für Viehzucht und Milchproduktion im Emek. Die Regierung hat nach dem »Dawar« die Gründung einer Gesellschaft für Viehzucht und Milchproduktion im Emek, deren Zweck die Aufzucht von Vieh und der Betrieb der damit zusammenhängenden Wirtschaftszweige ist, bestätigt. Das Kapital der Gesellschaft beträgt 10.000 Pfund. Die Gründer sind Einwanderer aus Transsylvanien und Ungarn, die sich bereits im Auslande mit Viehzucht beschäftigt haben. Die Gesellschaft will sich auch mit Viehhandel abgeben und das Projekt eines Viehmarktes in Afuleh verwirklichen. Zunächst wird einer der Gründer nach dem Auslande fahren, um dort Anteile zu vertreiben. Palästinensisches Zuchtvieh für Cypern. Die Regierung von Cypern hat einen ihrer Beamten beauftragt, die palästinensischen Wirtschaften, die Rassevieh halten, zu besuchen und dort eventuell Zuchtkälber für die Verbesserung des einheimischen Viehs in Cypern zu erwerben. Nach Besuchen in den verschiedenen Siedlungen kaufte der Beauftragte in der Wirtschaft Ataroth zunächst ein holländisches Zuchtkalb, das in Palästina geboren Wurde. Jüdische Bodenkäufe. Wie der »Haolam« mitteilt, wurden Mitte September die Verträge über den Ankauf einer großen Bodenfläche bei Tul-Kerem durch Juden geschlossen. Die arabische Zeitung »Marat el Schrak« bemerkt nach der gleichen Quelle, daß jüdischerseits hier 35.000 Dunam erworben wurden und daß damit die Juden zu Herren des Küstengebietes zwischen Haifa und Jaffa geworden sind. (Tul-Kerem ist der Punkt, wo von der Bahn Jaffa-—Haifa jene nach Afuleh abzweigt, und einer der wichtigsten arabischen Siedlungspunkte. Natürlich ist es eine Uebertreibung zu sagen, daß durch den Kauf von 35.000 Dunam an der Küste die ganze Linie Haifa—Jaffa in jüdischem Besitz wäre. Es fehlen noch sehr viele Flächen dazu, auf diesem 90 km langen Küstenstrich, Ob dieser Kauf vielleicht identisch ist mit dem einer der neuer Pflanzun£s0esellschaften, ist aus dieser Mitteilung nicht ersichtlich. — Anm. der Red.) Der palästinensischen Presse zufolge sind in den letzten Tagen auch größere Bodenkäufe in der Umgebung von Jaffa durch Juden abgeschlossen worden. So sind die Bauten und Pardessim der bekannten Zigarettenfabrik »Haslrun« bei dem Dorfe Beth- Dagan in den Besitz eines ^ntflisrhen Juden über^e^an^n* ferner sind zwischen diesem Punkte und zwischen Nachlath Jehuda mehrere Hundert Dunam Boden, die für Pflanzungen 'geeignet sind, erworben worden. Auch ist der K"puf von Boden auf dem Gebiete des Dorfes 7iiri«h. das in der Nachbarschaft der Weingärten von Rischon-le-Zion liegt, jetzt zum Abschluß gekommen.

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