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Palästina · 1928-08-01 · Heft 8-10 (August 1928) · p. Seite 413

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Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 8-10 (August 1928)
Article
Der Bericht der Untersuchungskommission (Joint Palestine Survey Commission) für die Jewish Agency
Date
1928-08-01
Page
Seite 413 (sequence 24)
Language
German
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413 10. Es ist sehr wünschenswert, als eine Quelle des Einkommens ein angemessenes Hotelwesen für die ständig steigende Zahl von Touristen zu schaffen, V* Erziehung, 1. Es ist die Aufgabe der Regierung, ein Minimum weltlicher Bildung ijedem Kind zuteil werden zu lassen, dessen Eltern solchen Unterricht fordern; die Regierung soll solchen Nichtregierungsschulen, die diese minimalen Erfordernisse gemäß den offiziellen Bestimmungen erfüllen, Zuschüsse gewähren; die Höhe der Zuschüsse soll auf dem Verhältnisse der schulbesuchenden Kinder beruhen. 2. Das jetzige System, wobei die Subvention an die Jewish Agency zur weiteren Verteilung ausgezahlt wird, ist zufriedenstellend, da e-s die Aufrechterhaltung des rechten Standards garantiert. Die Jewish Agency wird zweifellos den Wunsch haben, den Beitrag der Regierung zu ergänzen. VI. Oeffentliches Gesundheitswesen. 1. Ein größerer Anteil von Verantwortung als bisher soll von der Regierung in bezug auf das öffentliche Gesundheitswesen getragen werden. Solche Funktionen, wie Impfung, Unterdrückung von Epidemien, Kontrolle ansteckender Krankheiten, Entsumpfung, Verbesserung im Quarantänedienst stellen direkt» Verpflichtungen der Regierung dar. 2. Es ist wünschenswert, daß privaten Spitälern Subventionen gewährt werden entsprechend der Zahl der Tage kostenloser Behandlung, die in ihnen gewährt wird. Die Jewish Agency wird zweifellos den Wunsch haben, diese Subvention zu ergänzen, um den Standard aufrechtzuerhalten, den sie für erforderlich hält. 3. Das medizinische Gesundheitswesen, das von jüdischen Stellen geführt wird, soll koordiniert und konsolidiert werden. Logischerweise dürfte Hadassah die geeignete Organisation sein, diese Koordination durchzuführen. 4. Die Kupath Cholim (Krankenkasse der Arbeiterorganisation) soll ihre Tätigkeit auf die Aufgabe beschränken, die sie sich ursprünglich gesetzt hatte, nämlich Arbeiterversicherung, Krankenwohlfahrt und Fürsorge der Genesenden; ihre übrigen Tätigkeiten sollte sie dem Gesundheitsdepartement der Jewish Agency übertragen. Es ist richtig, daß die reorganisierte Kupath Cholim bestehen bleibt, da sie ein wichtiges Werkzeug ist, die gesunden Grundsätze der Selbsthilfe und Selbstverwaltung zu lehren. 5. Alle Anstrengung soll gemacht werden, um die Tätigkeit der privaten Spitäler in Palästina zu koordinieren, um ein System harmonischer Zusammenarbeit aufrechtzuerhalten. Dies mag die Bildung eines zentralen Spitals-Ausschusses und die Konsolidierung einer Anzahl von Institutionen erfordern. VII. Arbeiterfragen« 1. Die Kommission sympathisiert mit den Bestrebungen der Arbeiter, ihre soziale und ökonomische Lage zu verbessern und begrüßt deren Verwirklichung. 2. In voller Würdigung der Leistungen von Arbeiterorganisationen bei der, Leitung von Landwirtschaft, Einwanderung, Gesundheitsdienst und Kulturarbeit glaubt die Kommission, daß die Anerkennung des Prinzips, daß Industrie und Landwirtschaft auf einer ökonomischen Grundlage einschließlich eines entsprechenden Ertrages des investierten Kapitals aufgebaut werden muß, eine notwendige Vorbedingung für das erwünschte allmähliche Steigen des Lebensstandards ist. 3. Die jüdische Gemeinschaft sollte einen Apparat der Verständigung schaffen, um die Verluste zu vermeiden, die durch Arbeitskonflikte in Industrie und Landwirtschaft erzeugt werden. Ein solcher Verständigungsapparat könnte am besten geschaffen werden durch Begründung eines Rates (Council), der auf der einen Seite aus Vertretern der Arbeitgeber in Industrie und Landwirtschaft besteht, auf der anderen Seite aus einer gleichen Anzahl von Vertretern der Arbeiterorganisationen. Alle Angelegenheiten in Industrie und Landwirtschaft,

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