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Palästina · 1928-08-01 · Heft 8-10 (August 1928) · p. Seite 389

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Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 8-10 (August 1928)
Article
Das neue Stadium der Jewish-Agency-Frage
Date
1928-08-01
Page
Seite 389 (sequence 6)
Language
German
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389 der palästinensischen Administration und der Mandatarmacht beziehen, für die Schaffung solcher administrativer und wirtschaftlicher Bedingungen im Lande Sorge zu tragen, die die Errichtung des jüdischen nationalen Heimes sicherstellen, B. Im Hinblicke auf die wirtschaftlichen Empfehlungen der Kommission erklärt das Aktionskomitee, daß der Bericht in einigen wesentlichen Punkten der Notwendigkeit, gewisse wirtschaftliche Methoden mit den spezifischen Aufgaben und Bedingungen der Aufbauarbeit in Palästina in Uebereinstimmung zu bringen, nicht hinreichend Rechnung trägt. 1. Die Zionistische Organisation anerkennt den Keren Kajemeth Lejisrael als alleiniges Instrument der Bodenpolitik in Palästina. Demgemäß und entsprechend dem von den zionistischen Kongressen wiederholt festgestellten Prinzip der Auslösung des Bodens als Volksbesitz müssen alle aus öffentlichen Geldern der Jewish Agency zu erwerbenden Ländereien ins Gemeineigentum des jüdischen Volkes übergehen und allen Prinzipien des KKL., was Eigentum der Böden und ihre Vergebung an die Siedler betrifft, unterworfen werden. Um die Integrität des KKL. zu wahren, soll der Erwerb von Böden aus zwei verschiedenen Fonds ausgeschlossen sein. Die Zionistische Organisation hat stets auch den privaten Bodenerwerb und die Förderung der Ansiedlung von Siedlern mit eigenen Mitteln ah wichtig anerkannt. Ein diesem Zwecke dienendes Institut soll indes nicht laufend aus öffentlichen Mitteln unterhalten, sondern lediglich durch einmalige finanzielle Maßnahmen aktionsfähig gemacht werden. 2. Das Aktionskomitee verweist auf das der zionistischen Kolonisationsarbeit zugrunde gelegte Prinzip der Freiheit des Siedlers in der Bestimmung der sozialen Form seiner Wirtschaft und erklärt demgemäß, daß auch in Zukunft den Siedlern das Recht gewahrt werden muß, ihre Wirt* schaftsform — Kwuzah, Moschaw oder andere Siedkingsform — zu wählen, wobei verstanden wird, daß jede Siedlungsform den Erfordernissen der Wirtschaftlichkeit und der Möglichkeit ökonomischer Selbsterhaltung genügen muß. 3. Gemäß den Kongreßbeschlüssen betreffend dauernde Verstärkung der Einwanderung erklärt es das Aktionskomitee als wesentlich, daß die jüdische Einwanderung nach Palästina sowohl durch die Jewish Agency als auch durch die palästinensische Administration verstärkt und gefördert wird, und daß Arbeiter-Einwanderer ebenso wie Einwanderer mit eigenen Mitteln die erforderlichen Möglichkeiten erhalten, ins Land zu kommen und sich dort niederzulassen. 4. Das Aktionskomitee erklärt, daß in allen von der Jewish Agency durchgeführten oder geförderten Arbeiten und Unternehmungen der Grundsatz der jüdischen Arbeit gewahrt bleiben muß. 5. Der Aufbau der jüdischen nationalen Heimstätte fordert als eine seiner Grundlagen die Anerkennung und Entwicklung hebräischer Sprache und Kultur. Das Aktionskomitee erklärt demgemäß, daß die Anerkennung der in den vorstehenden fünf Vorschlägen niedergelegten Grundsätze der jüdischen Arbeit, der hebräischen Sprache, des nationalen Bodens, des Selbstbestimmungsrechtes der Siedler und der ständig wachsenden Einwanderung unabänderliche Grundfage für die Errichtung der Agency und für die Aufstellung ihres Arbeitsplanes ist. Indem das Aktionskomitee auf die vorstehenden Punkte besondere Aufmerksamkeit lenkt, erklärt es, daß der Bericht der Kommission in seinen allgemeinen Umrissen von wesentlicher Bedeutung für die Aufstellung eines Arbeitsprogrammes der Jewish Agency ist.

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