Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 5-7 (Mai 1928)
- Article
- Die Fischerei und andere maritime Erwerbszweige in Palästina
- Date
- 1928-05-01
- Page
- Seite 252 (sequence 2)
- Language
- German
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252 Die Fischerei. Obwohl die Gewässer Palästinas fischreich sind, steht die Fischerei des Landes auf sehr niedriger Stufe und ihr ökonomischer Wert ist verschwindend gering. Und weil man kein Gewicht auf das Ausnützen dieser eigenen Erwerbsquellen legt, werden jedes Jahr große Quantitäten von Fischen aus dem Auslande importiert. Im Jahre 1926 waren es 1582 Tonnen am Werte von 64.150 Pfund (davon in Blechbüchsen 345 Tonnen im Werte von 24.750 Pfund, Heringe 727 Tonnen im Werte von 17.180 Pfund, frische Fische 217 Tonnen im Werte von 12.240 Pfund und getrocknete 293 Tonnen im Werte von 9800 Pfund). Die wichtigsten Länder im Export nach Palästina sind Norwegen, Portugal, Frankreich und die Vereinigten Staaten (für Fische in Blechbüchsen), Holland, Deutschland und die Türkei (Heringe), Frankreich, Deutschland und die Türkei (getrocknete Fische). Frische Fische werden vom benachbarten Aegypten nach Palästina gebracht. Der Fischfang in Palästina. Ueber den Fischfang in Palästina fehlen genaue Ziffern. Die offiziellen betreffen nur den Fang in den Häfen und umfassen nicht den Fang entlang den Küsten. Ferner werden jene Quantitäten durch die Hafenbeamten geschätzt, die nicht immer dazu befähigt sind. Nach der Statistik der Seamen's Association in Palästina war das Quantum der gefangenen Fische im Jahre 1925: 590 Tonnen im Werte von ungefähr 52.000 Pfund.*)1 Diese Summe umfaßt nicht den Wert der vielen Fische, die am Tiberiassee, am unteren Jordan und in den Flüssen Rubin und Sachrir gefangen wurden. Während des Frühlings sind Hunderte von arabischen Fischern mit dem Fischfang beschäftigt. Am Tiberiassee allein werden alle 24 Stunden 5 bis 6 Tonnen Sardinen gefischt. Leider haben wir keine genauen Ziffern über diese Mengen, jedoch genügen die erwähnten Ziffern, um uns zu überzeugen, .daß ein vervollkommnetes Fischereisystem diesen Wirtschaftszweig erfolgreich gestalten könnte. Die Fische Palästinas. Die Arten der Fische sind die wichtigsten Faktoren, welche .die Marktpreise bestimmen, darum sollten die Vorkommen der Arten in den Gewässern Palästinas mit außerordentlicher Aufmerksamkeit erforscht werden. Ferner «bedarf es großer Erfahrung zur Unterscheidung aller Arten in ihren Vermehrungsbedingungen, um auf rationelle Weise die Fischerei betreiben zu können. Die Gewässer Palästinas enthalten mehr als 50 der für das Land wichtigsten Arten von Fischen. Die Zahl der Fische dieser Klassen ist sehr groß. Außerdem finden sich in den Gewässern Palästinas noch bis hundert andere Fischarten, deren Zahl nicht groß und deren Wert für das Land weniger bedeutend ist. Die hauptsächlichsten Arten sind *) Diese Ziffern umfassen den Fang folgender Unternehmer: Tonnen Pfd. Kwuzah der Maltafischer in der Gegend von Askalon—Jaffa im Verlaufe von vier Monaten..................... 130 11.000 Kwuzah Askalon Fischer (1 Jahr) .................. 120 10.000 Kwuzah der Fischer im Tantura (9 Monate)............. 100 8.000 Kwuzah Rads Achmed (Haifa Athlit, 9 Monate........... 80 8.000 Den englischen Schoner „Sialcott" (in der Bucht Haifa, 85 Tage) ... 56 5.000 Die Jaffaer Fischer (9 Monate).................... 35 4.000 Die Gruppe Rais Abu Saud in Athlit (9 Monate)........... 30 2.500 Gemischte Kwuzoth am Jarkon (9 Monate).............. 10 1.200 Die Gruppe Sidni Ali in der Gegend von Herzlja (9 Monate) ..... 8 1.000 Die Kwuzah der jüdischen Fischer in Athlit (8 Monate)........ 5 400 Die Kwuzah der jüdischen Fischer aus Saloniki (1 Jahr)....... 3 300 Ein Fischer in Chefzibah...................... 3 300 Die Kwuzah jüdischer Fischer am Jarkon (1 Jahr).......... 1 120 581 51,820 Nachbemerkung der Redaktion: Der eben erschienene Bericht des Landwirtscfoafts- Departements für 1926 gibt an, daß in diesem Jahre in Haifa 133, in Akko 41.5 Tonnen gefangen wurden.