Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 5-7 (Mai 1928)
- Article
- Die Verbilligung der landwirtschaftlichen Kolonisation
- Date
- 1928-05-01
- Page
- Seite 227 (sequence 14)
- Language
- German
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227 ja zu Wohlstand. InBneBrak hat die zionistische Kolonisationsleitung in den letzten Jahren 20 Familien auf Parzellen von 5—10 Dunam Irrigationsland Siedlungskredite von je 150 Dunam gewährt und es scheint, daß der Versuch sich erfolgversprechend entwickelt. Trotzdem gibt es noch keinen erprobten Typus einer solchen Kleinsiedlung, und wir haben es vorläufig mit Entwürfen zu tun. TABELLE 5. Wirtschaftspläne und Anlagekosten einer Kleinsiedlung in der Pflanzungszone« I. Typen der Anwesen: Typus E Typus F Typus G Typus H IL Bodenfläche in Dunam: bewässert........... 10 10 5 5 unbewässert...... . . . 10_— 5 5 (Reserve)_ Zusammen .20 10 10 10 III. Wirtschaftsplan : Orangen in Dunam....... 6 1 3 Bananen „ „ ....... 1 — J — Grünfutter........... 2 \ ) \ u/ Gemüsegarten......... V2 } 4 2 \ 1/2 Haus und Hof in Dunam . . . . V2 I J J V2 unbewässerte Pflanzungen, Reserve für Futterbau etc........ 10 — 5 5 IV. Erforderliches Kapital....... 545 350 320 200 (plus 25 Reserve) 1. Boden............ 78 50 50 25 (plus 25 Reserve) 2. Anlage der Wirtschaft . . . . 467 300 270 175_ Tiefpflügen, Jäten, Nivellieren . . 25 30 15 15 Bewässerungsanlage...... 86 80 50 40 Pflanzungen........... 75 40 30 10 Gebäude. Haus......... 65 60 100 60 Stall (4X6 m2)..... 20 20 20 20 Hühherhof....... 15 10 15 10 Inventar: Kuh........... 40 25 10 10 Maultier (V3)...... 10 — - — Geflügel........ 3 5 5 5 Geräte......... 10 10 5 — Planung, Parzellierung, Umzäunung 10 10 5 5 Unterhalt der Familie und diverse (3J,)............ 108 10 15 - Es liegen uns eine Reihe von Wirtschaftsplänen und Kostenanschlägen vor, die vom Landarbeiterverbande, von einer aus Kolonisten und Koloniearbeitern bestehenden Kommission und vom Kolonisationsdepartement der Zion. E„ herrühren. Allen diesen Betriebsschemata (siehe Tabelle 5) ist zunächst gemeinsam, daß sie des Kleinsiedlers Existenz und Zukunft auf bewässertem Früchten-, bewässertem Futterbau und Geflügelzucht aufbaut. Wesentlicher ist in diesem Zusammenhange die Methode der Herabsetzung der Ansiedlungskosten. Es wird angenommen, daß der Kleinsiedler, ganz gleich ob es ein vermögensloser Landarbeiter oder ein Mittelständler mit gewissem Eigenkapital ist, in der Nähe einer bestehenden Kolonie oder einer entstehenden Pflanzungszone angesetzt wird. Er verdient dort seinen Unterhalt als Lohnarbeiter. Es wird angenommen, daß 100—120 Arbeitstage ausreichen, um ihm den nötigen Barbedarf zu verschaffen. Die Produkte der eigenen Hauswirtschaft — Milch, Eier, Gemüse — und die Lohnarbeit reduzieren das Betriebskapital auf sehr geringe Zuschüsse. Eine zweite wichtige und kosten-