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Palästina · 1928-05-01 · Heft 5-7 (Mai 1928) · p. Seite 219

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Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 5-7 (Mai 1928)
Article
Die Verbilligung der landwirtschaftlichen Kolonisation
Date
1928-05-01
Page
Seite 219 (sequence 6)
Language
German
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219 der Ansiedlung einer Familie 900 Pfund und selbst 1000 Pfund überschreiten werden. Aber in den meisten Siedlungen — sollte ihre Etablierung über das Jahr 1929 nicht hinausgeschoben werden — wird die Absetzung einer Familie 700 bis 800 Pfund kosten und im Durchschnitt zirka 760 Pfund (die eventuellen Ausgaben für Irrigation sind darin nicht enthalten). Die Ursachen für diese Ueberschreitung der Norm liegen auf der Hand. Die Begründung einer Anzahl von Siedlungspunkten fällt in die Zeit der Nachkriegsteuerung, als man die Ansiedlungskosten einer Familie mit 1000 bis 1200 Pfund berechnete. In dem Bericht an den XV. Kongreß haben wir nachgewiesen, daß zum Beispiel in dem Moschaw Nahalal der Preisunterschied der Jahre 1921—1923 gegenüber den Jahren 1926/27 eine Differenz von 288 Pfund pro Familie ergibt. (Siehe Bericht des Departments für landwirtschaftliche Kolonisation, S. 77, Jerusalem 1927.) In der Hauptsache sind es Differenzen in Anschaffungspreisen und Baukosten. Diejenigen Siedlungen, die einen Teil ihres Inventars und ihrer Baulichkeiten, Nahrungsmittel für Menschen und Tiere, in jener Zeit in die Höhe getriebener Preise erhielten, erscheinen naturgemäß mit Mehrkosten belastet. Andererseits mußte die lange Dauer der Einrichtung der Siedlungen, die Verzögerung in der Auszahlung ihrer Kredite verteuernd wirken. Vor allem müßte die langsame und verspätete Ausstattung mit den ertragschaffenden Produktionsmitteln die Einnahmen der Wirtschaft unter das angenommene Niveau herabdrücken und die Betriebsvorschüsse zur Deckung der so entstandenen Fehlbeträge beträchtlich erhöhen. Man bedenke zum Beispiel, daß die Kreditgewährung an Nahalal, Kfar Jehaskiel, Geva und Daganiah B nicht auf drei, sondern von 1921/27, also auf sechs Jahre sich erstreckte, ohne daß die Bewässerungsanlage in diesen Orten schon ausgebaut ist. Siedlungen wie En-Harod und Tel-Josef, die im Jahre 1923 (abgesehen von der Okkupationsperiode 1921/23 des Gdud Avcdah) begründet wurden, oder Beth Alpha und Hefzibah, die im gleichen Jahre Ost-Nuris okkupierten, oder Tel-Adaschin und Kfar Mlal, die als Moschawim seit 1924 bestehen, werden bis zum Jahre 1929, falls sie dann ihren Abschluß finden, fünf und sechs Jahre zu ihrer Anlage gebraucht haben. Es ist klar, daß eine derartige Herausschiebung die für normale Verhältnisse berechneten und im »Schlüssel« vorgesehenen Betriebskredite in unerträglicher Weise steigern muß, TABELLE 3.*) Investitionen in den konsolidierten Siedlungen und Aufwand pro Familie bis Ende 5687. Name des Jjyf". Investitionen in Pfund Investitionen es familien KH KKL diverse Insgesamt Familie Kfar Nahalal . . 75 65.310 — 5.208 70.518 940 Kfar Jeheskel . . 60 58.020 — 2.336 60.356 1.006 Ben Schemen . . 11 6.780 5.265 1.079 13.115 1.193 Geva...... 25 16.150 — 710 16.860 675 Daganiah A... 25 10.000 10.964 5.582 26.546 1.062 B . . 25 20.873 3.121 3.308 27.322 1.093 Merhaviah Kwuzah 25 7.090 9.750 1.400 18.240 730 Gan Schmuel . . 20 6.400 11.700_1.800_19.900_995 Zusammen . 265 190 643 40.800 21.414 252.857 *) Entnommen dem Bericht des Departements für landwirtschaftliche Kolonisation, Jerusalem 1927.

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