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Palästina · 1928-05-01 · Heft 5-7 (Mai 1928) · p. Seite 217

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Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 5-7 (Mai 1928)
Article
Die Verbilligung der landwirtschaftlichen Kolonisation
Date
1928-05-01
Page
Seite 217 (sequence 4)
Language
German
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217 Spezifikation der Bauten: Schlüssel vom Schlüssel vom Jahre 1927 Jahre 1925 Typus A Typus ß Typus C 1. Kuhstall (50 Köpfe mit 1750 800 800 800 2. Pferdestall (20 Köpfe) . . 600 290 290 240 (16 Pferde) 3. Geflügelställe s. Zäunen 400 350 350 350 4. Getreidespeicher . . . 5. Scheune (200 m2), 500 500 500 500 Stallungen mit Heuboden 200 200 200 6. Geräteschuppen . . . . 250 200 200 200 200 80 80 80 8. Molkerei....... 200 180 180 180 9. 38 Wohnzimmer . . . . 3420 2750 2750 3800 10. Speisehalle (150 m2) . . . 300 450 450 450 Zusammen . . . 7620 5800 5800 6800 Die Tabellen bestätigen die jetzt ziemlich allgemein geltende Annahme, daß die Ansiedlung einer Familie in Palästina (ohne Boden) 700.— Pfund kostet. Man sieht, daß dieser Betrag als Durchschnittszahl stimmt. Bei einem Moschaw ist der Betrag von 750 Pfund der Wahrheit näher, hingegen kommt die Ansiedlung einer Familie in einer Kwuzah im Mittel auf 650. Bevor wir die Zahlen näher untersuchen, sei zur Vermeidung von Mißverständnissen sofort bemerkt, daß diese Normen nur unter bestimmten Voraussetzungen Gültigkeit haben. Der »Schlüssel« beruht vor allem auf der Annahme, daß die Einrichtung der Wirtschaft nach einem bestimmten Plan und in einer vorgeschriebenen Zeit von nicht mehr als 3 Jahren erfolgt. Gewisse Anhaltspunkte für solche Planmäßigkeit enthält der Vorschlag der Verteilung des Erfordernisses zur Ansiedlung einer Familie auf 3 Jahre der Anleihegewährung, der von der Plankommission des landwirtschaftlichen Kolonisationsdepartements vom Jahre 1924 herrührt (siehe dazu Bericht der Zion. Exekutive an den XIV. Kongreß, S. 223, London 1925). Uns scheint noch eine Verschärfung des dort angenommenen Tempos, eine Beschleunigung der einzelnen Ansiedlungsoperationen notwendig, soll der im »Schlüssel« vorgesehene bescheidene Betriebsvorschuß wirklich ausreichen. Wollen wir im Rahmen von 700.— Pfund pro Familie bleiben, dann müssen sämtliche Arbeitstiere im ersten Jahr verfügbar sein, um die Bestellung der größtmöglichen Fläche mit Getreide zu gewährleisten. Wo dies aus irgend welchen Gründen nicht geht, müssen Traktoren zum Aufackern des Bodens herangezogen werden. Die Anschaffung des Milchviehs muß in den ersten zwei Jahren erfolgen, ebenso die Anlage der Pflanzungen und die Einrichtung der Geflügelzucht, sonst ist es müßig anzunehmen, daß der Ansiedler im vierten Jahre ohne Unterbilanz abschließen, geschweige denn im dritten ohne Betriebszuschuß bestehen kann. Dem Vorgang in wirtschaftlicher Hinsicht muß die Errichtung der Baulichkeiten angepaßt sein. Wo Bewässerung möglich ist, soll sie gleich in den ersten Jahren angelegt werden. Daraus würde sich die Aufteilung der Siedlungsanleihe etv/a auf 305 Pfund im ersten Jahre, 200 im zweiten und 150 im dritten Jahre ergeben. Auf diesen Erwägungen beruht unsere Vorsicht bei der Korrektür des Siedlungsschlüssels .vom Jahre 1925. Aus der vorliegenden Aufstellung ist zu ersehen, daß im Laufe der letzten drei Jahre wesentliche Erspar-

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