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Palästina · 1928-05-01 · Heft 5-7 (Mai 1928) · p. Seite 215

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Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 5-7 (Mai 1928)
Article
Die Verbilligung der landwirtschaftlichen Kolonisation
Date
1928-05-01
Page
Seite 215 (sequence 2)
Language
German
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215 Typus A nennen wir die gemischte Wirtschaft auf schwerem, unbewässertem Boden (etwa die Ackerbauzone im Emek und in Galiläa), die Bodeneinheit pro Familie beträgt 100 Dunam. Die Art der Bodenbenutzung setzen wir als bekannt voraus. Typus B ist die gleiche gemischte Wirtschaft, allein partielle Bewässerung von 10% der Fläche ermöglicht die Reduktion der Bodeneinheit pro Familie von 100 Dunam auf 80. Bei einem Kwuzah-Betrieb von 25 Familien ist der Bodenbedarf bei Typus B 2000 Dunam, davon 200 unter Bewässerung (gegenüber 2500 Dunam samt einer Reserve von 500 Dunam bei Typus A. Diesem Typus B entsprechen etwa die Siedlungen auf Nuris. Als Typus C bezeichnen wir die genossenschaftlichen Betriebe im JordantaL Man hat vor Jahren, als der Uebergang von Ackerbau zu intensiven Bewässerungskulturen begonnen wurde, geglaubt, daß in Kinereth und Daganiah 1500 Dunam für 25 Familien ausreichen werden. Unsere Berechnungen haben gezeigt, daß die klimatischen Eigentümlichkeiten der Jordansenke (faktische Unmöglichkeit von Sommergetreide!) auch bei einer Bewässerung von 15—20% der Fläche den sofortigen Uebergang zu einer Bodeneinheit von 60 Dunam pro Familie verbietet. Typus C ist demnach ein Großbetrieb auf 2000 Dunam, von denen jedoch wenigstens 15% (300 Dunam) unter Bewässerung sind. Die steigende Intensivierung des Betriebes wird die Vergrößerung der Ansiedlerzahl und somit die Reduktion der Bodeneinheit pro Familie herbeiführen. Ein Moschaw von diesem Typus besteht nicht. Typus D gehört auf den leichten Boden der Küstenzone, es ist dies eine Wirtschaft von 25 Dunam, davon wenigstens 3, also 8—10% unter Bewässerung (davon die Hälfte Orangen oder Bananen, die zweite Hälfte Grünfutter und Gemüse), weitere 10 Dunam unbewässerte Pflanzungen (Tafeltrauben), der Rest für Futterbau. Eine Variante desselben Typus D ist die 50 - Dunam - Wirtschaft in der gleichen Zone. In der Regel ist ein Drittel des Bodens dieser Art für bewässerbare Pflanzungen, namentlich Citrus-Arten, geeignet. Allein im Interesse der Sicherung der Eigenarbeit haben wir bei der Bemessung des Siedlungskredites auch bei diesem Typus die Bewässerung von etwa ein Viertel des Bodens (zirka 13 Dunam) angenommen, davon etwa 8 Dunam unter Orangen und 5 Dunam für Gemüse und Grünfutter. Die Vergrößerung der bewässerbaren Fläche ist in der Regel mit einer Reduktion der trockenen Pflanzungen verbunden, es bleiben 25 bis 30 Dunam für Getreide, namentlich für Futterbau, was eine stärkere und wirtschaftlichere Milchviehhaltung ermöglicht und den bis zum Ertrag der Pflanzung erforderlichen Betriebsvorschuß wesentlich reduziert. Zu diesem Typus gehört die Siedlung Magdiel, in der Betriebe von 50 Dunam Fläche überwiegen; so wird Kfär Mlal aussehen, sobald die Jarkon-Irrigation zustandekommt; der Bne- Benjamin-Teil der Kolonie Herzliah sitzt auf 25 Dunam. Wirtschaften dieser Art, diesem Typus nähern sich die Kwuzah Gan Schmuel und der Moschaw Nahalath Jehudah. Die zur Einrichtung dieser vier Wirtschaftstypen nötigen Aufwendungen sind in den Tabellen 1 und 2 angeführt. Wir haben der heute geltenden Norm der Anlagekosten für jeden Typus, gemeinhin »Ansiedlungsschlüssel« genannt, den »Schlüssel« für Typus A vom Jahre 1925 vorangeschickt. Dies gestattet einen Vergleich der heutigen Norm mit den Kostenanschlägen vor drei Jahren. Sämtliche Beträge sind in Pfunden: 14*

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