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Palästina · 1928-03-01 · Heft 3-4 (März 1928) · p. Seite 125

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Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 3-4 (März 1928)
Article
Die Aussichten der Metallindustrie in Palästina
Date
1928-03-01
Page
Seite 125 (sequence 5)
Language
German
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12o Industrieprodukte und auch da hielt sich der Absatz in sehr bescheidenen Grenzen. Erst im letzten Jahre macht sich ein etwas stärkerer Export dorthin bemerkbar. Nach Aegypten wiederum wird nur ein sehr oeringer Teil unserer Industrieerzeugnisse ausgeführt. In Syrien konnten sich unsere Fabrikate bisher deshalb behaupten, weil wir uns der ausländischen Konkurrenz gegenüber — des einheitlichen Zollgebietes wegen — in einer günstigeren Position befanden. Dort, wo wir aber dieser Konkurrenz in gleicher Situation gegenüberstehen, ist von Seiten unserer Industrie nur sehr wenig geschehen. Das ist aber nur die Jr*olge des ganz unvollkommenen Zustandes unserer Industrieverhältnisse. Würden sie aber in eine normale Lage gebracht werden, so könnte unsere Industrie gewiß auf so manchem Gebiete im Oriente der ausländischen Konkurrenz entgegentreten. Die der Metallindustrie zukommende Bedeutung« Wie früher ausgeführt, könnte der Inlandsbedarf an Metallindustrieprodukten leicht einen Arbeitsmarkt für 600 Metallarbeiter liefern. Außerdem müßte es uns, nach sehr vorsichtigen Schätzungen, gelingen können, an dem Exporte von Metallfabrikaten in die oben erwähnten Orientländer uns mit 5 Prozent zu beteiligen, was einen Arbeitsmarkt für 2000 Metallarbeiter abgeben würde. Eine ausreichende Finanzierung einer Metallindustrie, in welcher diese 2600 Arbeiter Beschäftigung finden sollen, würde — da wir in diesem Falle mit 280 Pfund per Arbeiter rechnen müssen — den Betrag von (2600X280 ~) 728.000 Pfund erfordern. — Demgegenüber sind jetzt in unserem Metallgewerbe und unserer Metallindustrie 77.000 Pfund und in der gesamten Industrie des Landes 1,849.000 Pfund investiert. Im folgenden seien den Gesamtimporten an Fertigfabrikaten nach Erez-Israel sowie denjenigen der Metallindustrieprodukte die oben angeführten Investitionen gegenübergestellt: Import: Investitionen 1925 1926 Pfund °/„ Pfund % Pfund % Gesamte Fertigfabrikate 3,719.065 100 3,967.519 100 1,849.227 100 Gesamtindustrie Metallindustrieprodukte 909.454 24-4 994.884 25 76.795 4'2 Metallindustrie ohne Metallindustrie 2,814 611 75«6 2,972.635 75 | 1,772.432 95*8 Wir ersehen aus dieser Gegenüberstellung, wie wenig, schon im Kähmen der investierten Kapitalien, dem vorliegenden Markt für Metallfabrikate Rechnung getragen wurde: Während der Import von Metallindustrieproduktion 25 Prozent der gesamten importierten Fertigfabrikate ausmacht, sind in der Metallindustrie nur 4.2 Prozent der in der gesamten Industrie investierten Kapitalien angelegt. Sprechen schon diese Tatsachen für eine Metallindustrie, so ist noch zu bedenken, daß überall die metallverarbeitenden Industrien die Grundlage der gesamten industriellen Betätigung bilden, mit welchen letztere innig verbunden ist. Man wird mir gewiß entgegenhalten wollen, daß die entsprechenden Rohmaterialien erforderlich sind, ohne welche eine Metallindustrie nicht gut möglich ist. Es ist aber durchaus nicht notwendig, daß die Rohmaterialien im Lande vorhanden sind. Die Erfahrung lehrt, daß sich vielfach schon sogar primäre Metallindustrien entwickelt haben, welche eingeführte Materialien (z. B. Erze oder gleichzeitig Kohle und Erze) verarbeiten. Ein Küstenland wie Erez-Israel würde — wenn durch einen auf der Höhe stehenden Hafen die Transportspesen, des Ent-

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