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Palästina · 1928-03-01 · Heft 3-4 (März 1928) · p. Seite 123

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Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 3-4 (März 1928)
Article
Die Aussichten der Metallindustrie in Palästina
Date
1928-03-01
Page
Seite 123 (sequence 3)
Language
German
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123 1926 benutzt werden. Für Syrien stand die Statistik für 1925 und das 1. Halbjahr 1926 zur Verfügung. Die Angaben über die Türkei beziehen sich auf das Jahr 1925, die über Cypern auf das Jahr 1924, über Aden auf 1924-1923, über Irak auf 1922 und die über Persien auf das Jahr 1922-1921. Für die Schlüsse, die hier gezogen werden sollen, wird es gewiß nicht von Bedeutung sein, wenn hier Importzahlen aus zum Teile verschiedenen Jahren zusammenfassend behandelt werden. Was ersehen wir nun aus dieser Tabelle? Vor allem interessiert uns, daß der Import an Metallindustrieprodukten nach Erez-Israel im Jahre 1926 -909.000 Pfund betrug, was 14.15% des Gesamtimportes im Betrage von 6,440.000 Pfund ausmacht. Wie früher ausführlich behandelt, steht einer Fabrikation von Metallindustrieprodukten für Inlandsbedarf kein Hindernis im Wege; sie ist im Gegenteil durch den Einfuhrzoll bis zu einem gewissen Grade geschützt. Alles dies gilt unter der selbstverständlichen Voraussetzung, daß die oben geschilderten, Industrie und Gewerbe bestimmenden Momente nicht eventuell durch eine Abnormalität die Konkurrenzfähigkeit beeinträchtigen. Bei gesunder Basierung dieser Faktoren wird man gewiß einen großen Teil der bisher eingeführten Metallindustrieprodukte im Inlande erzeugen können. Berücksichtigen wir, daß unter den eingeführten Metallindustrieprodukten sich auch Rohmaterialien befinden, ferner, daß manche Fabrikate — ohne vorerst auch die in Betracht kommenden Exportgebiete heranzuziehen — in einem Ausmaße eingeführt werden, daß eine Produktion nicht rentabel sein kann, und ziehen wir die hochwertigen Fabrikate in Betracht, für welche eine höhere Chance bei einer Produktion vorliegt, so wird nur ein Teil der importierten Metallindustrieprodukte im Inlande rentabel erzeugt werden können. Nach, von erwähnten Gesichtspunkten aus, vorgenommener Prüfung der einzelnen importierten Posten, dürfte man 40% des Importes sicher durch rentable Inlandsproduktion decken können. Rechnen wir aber vorsichtshalber mit nur 25%, so ergibt sich ein Inlandsmarkt von zirka 227.000 Pfund per Jahr. Nun beträgt aber in der Metallindustrie auf Grund von Auslandserfahrungen der Fakturenumsatz per Arbeiter 350 bis 400 Pfund jährlich. Der Inlandsmarkt von 227.000 Pfund allein würde daher, wenn wir mit 375 Pfund durchschnittlichem Jahres-Fakturenumsatz per Arbeiter rechnen, Arbeit für 600 Metallarbeiter liefern. Dies wäre nun ein dauernder Arbeitsmarkt, da der errechnete Import an Metallindustrieprodukten auf Grund der Importstatistiken eine gewisse Stabilität aufweist. Der Import an Metallmdustriefabrikaten nach Erez-Israel ist aber gar nicht groß, wenn wir die für einen Absatz unserer Produktion in Betracht kommenden Orientländer heranziehen. Aus Tabelle I. ersehen wir, daß in diese Länder jährlich Metallindustriefabrikate um 15,150.000 Pfund, d. i. 11.2% des gesamten Importes im Betrage von 135,470.000 Pfund eingeführt werden. Wir allerdings haben keinen Anteil daran, wie überhaupt unser Export in diese Länder sehr geringfügiger Natur ist. In folgender Tabelle II. ist einerseits unser allgemeiner Export, andererseits unser Export an Fertigfabrikaten und außerdem derjenige an Metallindustrieprodukten in die erwähnten Orientländer in den Jahren 1925 und 1926 zusammengestellt; außerdem ist unser Export nach Transjordanien und Arabien angeführt.

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