Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1928)
- Article
- Die Frage der Organisation des Milchabsatzes
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 67 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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67 a) Die Milchproduktabteilung des Maschbir (in Haifa, Tel Awiw, Jerusalem, Afuleh und Tiberias) und die Palestine Milk Producers Cooperative Association in Tel Awiw erhielten zusammen und verkauften (roh oder verarbeitet) im Oktober 1926: 157.000, im März 1927: 224.466 Liter. b) Die Hamaschbirabteilung verkaufte 1,131.676 Liter von Oktober 1924 bis September 1925 und 1,448.545 von Oktober 1925 bis September 1926. c) In Haifa war die Zunahme besonders auffällig: 389.168 Liter vom Oktober 1924 bis September 1925 und 670.762 Liter vom Oktober 1925 bis September 1926. Trotz dieser Zunahme glaube ich nicht, daß wir den Sättigungspunkt erreicht haben. Dies deshalb, weil durch Konzentration der Produktion in solchen Zentren, die am geeignetsten dafür sind (was die Kosten betrifft), und Ausmerzung der Mängel, welche im Vertrieb und Verkauf bestehen, der Absatz gesteigert werden kann, Denn daß dies möglich ist, falls die Milch zu einem vernünftigen Preis hergestellt und abgegeben werden kann, zeigt die Tatsache, daß 1926 Palästina Butter, Käse, Milch und Sahne um 59.763 Pfd. und in den ersten sieben Monaten 1927 um 26.947 Pfd. importierte. Es ist von Interesse zu konstatieren, daß trotz der Zunahme der Milchproduktion auch eine Zunahme der Werte der importierten Milchprodukte stattfand, wie folgende Ziffern zeigen: Butter und Käse Milch und Sahne Zusammen Einfuhr 1922................ 32.420 210 32.638 1923............... . 23.533 2.892 26.425 1924 ................ 23.315 2.534 25.849 1925................ 42.914 10.283 53.197 1926. . . •............. 46.745 13.018 59.763 1927 (Jänner bis Juli) ....... 19.899 7.048 26.947 Es gibt noch einen anderen Grund: den durchschnittlich geringen Verbrauch von Milch in Palästina. Milch ist vom Standpunkt des Nährwertes aus eines der billigsten Nahrungsmittel, und es liegt im öffentlichen Interesse, daß ihr Konsum gesteigert wird. In Haifa und Tel Awiw ist der Konsum von Milch und Milchprodukten geringer als 36 Liter pro Kopf und Jahr gegenüber dem dreifachen in England und dem fünffachen z. B. in Philadelphia. Während die Auslage für Milch in den Vereinigten Staaten per Jahr und Kopf zwei Pfund betrug (welche Ziffer auch noch nicht als richtig, angesehen wird), ist sie in Palästina bei Juden und Europäern unter ein Pfund bei bedeutend höheren Einheitspreisen. In Haifa und Tel Awiw war der durchschnittliche Detailpreis für Milch während der letzten zwölf Monate 3H Piaster pro Liter gegen zwei in London Milchprodukteaibteilung desHamaschbir (Okt. 1926 bis Sept. 1927), Tel Awiw.................. 464.955 Liter Haifa*) ................... 1,000.000 „ Jerusalem.................. 300.000 „ Tiberias................... 60,000 „ Afuleh*)................... 40.000 „ Palestine Milk Prod. Assoc........... 543.342 „ 2 große Milchhändler in Tel Awiw schätzungsw. 540.000 2,948.297 Liter Milchlieferung (jüdischer Produzenten): Tel Awiw ................. .1,548.297 Liter Haifa .................... 1,000.000 „ Jerusalem.................. 300.000 Tiberias.....?....... ,..... 60.000 „ Afuleh..........,....... . 40.000 „ 2,948.297 Liter *) geschätzt nach den erhältlichen Ziffern von Oktober bis Mai. 5*