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Palästina · 1927-01-01 · Heft 10-11 · p. Seite 530

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Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 10-11
Article
Die Ansiedlung der griechischen Rückwanderer
Date
1927-01-01
Page
Seite 530 (sequence 4)
Language
German
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530 Arbeits- und Zugvieh . . . . . 74.593 Stück - Schafe und Ziegen........45.162 „ (der Staat hat außerdem ungefähr ebensoviel Tiere verteilt). Der Bericht hebt hervor, daß die Wasserversorgung in den meisten Fällen die größten Schwierigkeiten bot (Parallele zu Palästina). In Mazedonien allein mußten 375 Brunnen gegraben werden. Der Gesundheitszustand unter den Flüchtlingen war anfangs ein schrecklicher (sie litten der Sümpfe wegen besonders an Malaria (Palästina!). Die »Kommission und das amerikanische 'Rote Kreuz haben natürlich. Wunder gewirkt. Die Kooperationsbewegung ist sehr stark, es gibt/ schon 571 ländliche Kooperativen in Mazedonien allein, die meisten sind Kreditgenossenschaften, es gibt aber auch Ein-* Verkaufs-, Baugenossenschaften usw. Ueber die Leistungen der Flüchtlinge spricht ein Bericht der Nationalbank in einer Weise, die vielfach an die Berichte über die Palästinapioniere gemahnt: sie zeigten einen großen Arbeitseifer, Ausdauer usw., sie haben Öedländereien fruchtbar gemacht, neue Kulturmethoden eingeführt und sie der einheimischen Bevölkerung gelehrt. Besonders haben sie die Seidenraupen-, Wein- und Tabakkultur entwickelt. All das hat man wörtlich unzählige Male den Juden in Palästina nachgerühmt. Der Bericht sagt weiter, daß unter den neuen Ansiedlern sich eine' große Zahl befindet, die früher keine Landwirte oder nur Bodenbesitzer waren. Die Erfolge sind dort gut, wo sie. relativ zu den erfahrenen Landwirten keine zu.große Anzahl ausmachen. Darlehen. Die griechische Nationalbank hat den Flüchtlingen mehr als 1 Million Pfund an Darlehen erteilt. Es wäre interessant, auf zahlreiche andere Parallelen mit Palästina weiter einzugehen, wie den steten Üebergang der Siedler von extensiver zu intensiver Kultur, die Krise durch den Sturz des Tabakspreises, das Kunstgewerbe (Teppichindustrie) usw. Aus Raummangel muß darauf verzichtet werden Es sei nur noch die . Kostenfrage berührt. Zunächst sei bemerkt, daß in bezug auf die Anleihe der griechische Staat selbst diese aufnahm- und für ihren Dienst verschiedene Steuern und Zölle bestimmte (ähnlich wie bei der österreichischen Völkerbundanleihe). Es wurden 12,3 Millionen Pfd. Sterl. aufgenommen, davon 2,5 in Griechenland selbst, der Rest in London und New York. Für die ländliche Siedlung wurden bis 30. Juni 1926 6,882.319 Pfund ausgegeben, mit allgemeinen Spesen zirka 7 Millionen, dazu kommen. noch einige kleine Ausgaben des Staates, ferner die noch aushaftende Entschädigung für die expropriierten türkischen und bulgarischen Besitzungen, zirka 1,5 Millionen Pfund. Zunächst fällt diese letztere Ziffer auf. Trotzdem diese Terrains,, wie oben erwähnt, vielfach als verwahrlost angegeben werden, ist es klar,.

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