Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 10-11
- Article
- Die Wasserversorgung Jerusalems
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 527 (sequence 2)
- Language
- German
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527 geschlossenen Teich (300 Meter Seehöhe), in welchen die verschiedenen Quellen strömen und von wo durch eine 8 Zoll weite Röhrenleitung Wasser in ein 20 Meter tiefer gelegenes Reservoir mit 48.000 Gallonen Inhalt strömt. In der Pumpstation treibt ein Oelmotor von 64 HP eine Turbopumpe, die pro Stunde 90.000 Gallonen fördern kann. Diese bringt das Wasser durch ■ eine weitere 8-Zoll-Rohrleitung vom Reservoir zur 2. zweiten, mittlreen Pumpstation, die 180 Meter höher liegt als der Teich. Von dort wird es zu einer dritten 3. höchsten Pumpstation mit gleicher Ausrüstung geführt (650 Meter Höhe), von hier zum 4. Hochreservoir (832 Meter Höhe) mit 200.000 Gallonen Fassungskraft, welche die höchste Erhebung der Stadt überragt. Von hier fließt es durch Röhren 1,5 Kilometer weit zu dem ersten Punkt des Verteilungssystems. 5. In jeder Station befinden sich drei Wohnstätten für die Arbeitenden. 6. Eine 3,5 Meter breite und 10,5 Kilometer lange makadamisierte Straße mußte für den Transport von Materialien, Heizöl und Menschen angelegt werden. In Anbetracht einer Höhendifferenz von 500 Meter zwischen den beiden äußersten Punkten mußten Serpentinen, Kurven usw. eingelegt werden. Infolge der Kleinheit von Umfang und Leistungsfähigkeit der Pumpstationen (9000 bis 10.000 Gallonen per Stunde), welche wegen des temporären Charakters der Anlage gewählt werden mußte, wird 24 Stunden täglich in drei Schichten zur höchsten Ausnützung der Werke gearbeitet. Seit der Inbetriebnahme standen die Werke bloß vier Tage zwecks Nachschau und kleiner Reparaturen. Die Kosten, zirka 55.000 Pfund, wurden von der Regierung der Stadtgemeinde vorgestreckt,, um die. rechtzeitige Fertigstellung zu ermöglichen. Die Ansiedlung der griechischen Rückwanderer. Es ist in letzter Zeit häufig, insbesondere auch auf dem Zionistenkongreß, auf die Repatriierung von fast 1,5 Millionen aus der Türkei nach Griechenland geströmten Griechen, die unter der Aegide 'des Völkerbundes vor sich gegangen ist und mit Hilfe einer, von diesen garantierten Anleihe finanziert wurde, hingewiesen worden, mit der Aufforderung, die Nutzanwendung für den Zionismus zu ziehen. Tatsächlich ist das Studium der Art und Weise, wie dieses ungeheure Werk an wenigen Jahren durchgeführt wurde, von größtem Interesse für die am Palästinawerk Beteiligten und darüber hinaus für die breiteste Oeffentlichkeit, denn dieses Werk steht einzig in der Geschichte da. Aus dem Bericht des Völkerbundes darüber: L'E t a b 1 i s s e m e n t des R e f u g i es e n Grece (Genf