Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 10-11
- Article
- Die Wasserversorgung Jerusalems
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 526 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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526 Die Wasserversorgung Jerusalems. Von Ing. Andrew Koch, Jerusalem. Wir bringen diesen Artikel des Fachmannes der Stadtverwaltung, der in der Zeitschrift der Ingenieure und Architekten Palästinas „Construction an Industry" (englisch-hebräisch) Nr. 5-6 enthalten war, in etwas (gekürzter Form. Er ist selbst ein Auszug aus dem Jahresbericht seines Amtes. 'Die Red. In diesem Jahre ist ein weiterer Fortschritt in der Wasserversorgung Jerusalems erfolgt durch den Bau der Wasserwerke von Am Farah. Ein anderes für diese Versorgung wichtiges Ereignis war der Schneefall im ' Februar .d. J., durch den es zum erstenmal nach der Wiederherstellung der Salomonischen Teiche möglich war, alle drei Teiche voll anzufüllen. Durch die Farahleitung ist die Gefahr einer -gänzlichen Einstellung der Wasserversorgung beseitigt — wie dies im Vorjahre der Fall war, wo Wasser durch Züge herbeigeschafft werden mußte —, indes die 40 Millionen Gallonen (1 Gallone 4,54 Liter) der Salomonischen Teiche die. Erhöhung der Wasserversorgung^in den Sommermonaten erlaubt. 1. Die Salomonischen Teiche. Am 1. April 1926 war in allen drei Teichen ein Vorrat von 14,480.000 Gallonen. Davon war aber der Inhalt des untersten Teiles nur Regenwasser, das für Trinkzwecke nicht benützt werden durfte, so daß nur die in den anderen zwei Teichen enthaltene »Menge, 8*38 Millionen Gallonen, das ist ein Fünftel des Fassungsraumes der drei Teiche, in Betracht kam. Zu diesem «Quantum kamen 50.000 Gallonen, die von der Uriasquelle in den mittleren Teich gepumpt wurden und die den Abgang bis Ende Mai deckten. Im August waren die Vorräte der zwei Teiche erschöpft, gerade als die Ain-Farah-Werke zu arbeiten begannen. Es zeigte sich, daß mit dieser Wasserquelle allein die entfernteren Gegenden nur mit großen Schwierigkeiten beliefert werden können und durch eine oft bei größter Sorgfalt unvermeidliche Unterbrechung des Pumpens die Wasserversorgung der Stadt fast plötzlich stillgesetzt ist. Es wurde daher das Wasser in Teich 3 bakteriologisch untersucht und nach Chlorung für Trinkzwecke freigegeben. Erst im Dezember waren die Vorräte in den Salomonischen Teichen erschöpft. Glücklicherweise war für den zu dieser Zeit geringeren Bedarf die Ain-Farah-Ouelle ausreichend. Im Jänner konnte schon von ihr auch etwas Reserve in die Teiche gelassen werden. ,So war die Lage, als im Februar erst stärkerer Regen, dann durch sechs T&ge dichter Schnee fielen, wodurch die drei Teiche ganz voll gefüllt werden konnten. 2. Die Ain-Farah-Pumpstation. Diese Werke, von Sir John Jackson Ltd. erbaut, bestehen aus folgenden Teilen: . .' 1. Das Auffangen der Quellen im Wadi (Tal) Farah durch einen