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Palästina · 1927-01-01 · Heft 10-11 · p. Seite 521

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Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 10-11
Article
Bericht englischer Sachverständiger über Palästina
Date
1927-01-01
Page
Seite 521 (sequence 2)
Language
German
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531 Kostenberectanrngert stellt sich die Aufzucht einer Kuh -bis zur erstell Kalbung auf Pfand 67, und die Kosten der Müchproduktion -betragen, abgesehen von den Kapitalzinsen, das Aeqaivalent von ungefähr 1 s. 9 d. pro <Mkm in der Wirtschaft. Die Kosten sind also ungefähr doppelt so hoch wie in den Ländern, weiche müchwirtschaf tMche Produkte ausführen. Sie -müs-sen reduziert werden, wenm sieh der betreffende Wirtschaftszweig entfalten und eine lohnende Beschäftigung für die neuen Siedler sein soll. Die Ursache der hohen Kosten. Als hauptsächliche Ursachen der hohen Produktionskosten ergeben sich: a) das unzureichende Vorhandensein von Futter und Weide; b) Mangel an zureichend hochwertigen Tieren; c) mangelhafte Organisation des Wirtschaftszweiges. a) Butter und Wende: Besonders die Versuchsstation von Tel-Awiw wendet dieser Frage erhöhte Aufmerksamkeit zu und durch ihre Bemübungea ist sowohl der Anbau als auch der Ertrag pro Bodeneinheit in rasch aufsteigender Entwicklung begriffen. Es ist im gegenwärtigen Stadium dieser erfolgversprechenden Unternehmung schwer, genau einzuschätzen, wie groß schließlich die Produktion sein wird, oder die Natur und ahm Wert der Verbesserungen in den Methoden zu beurteilen, we.]che angewendet werden sollen, um Ueberschüsse aus den Zeiten reichen W.aohst'ums für die Zeiten der Trockenheit und des Mangels zu erhalten \md nutzbar zu machen. Schon setzt können -jährlich in bewässerten Bezirken 6 bis 8 große Kleernten erzielt werden and in einigen }Bezirke5) werften ohne sBewässerung 2 bis 4 fonten erreicht. Hinsichtlich üer natürlichen Fütterung (Weiden) wäre es möglich, durch physikalische Bearbeitung des Bodens, Anwendung von Düngemitteln oder durch Zucht von Pflanzen, die sich für das Klima besser eignen, die Menge des zu erzielenden Futters zu vergrößern und auch die Zeit zu verlängern, im Laufe derer die Weideplätze noch nach der Regenzeit grün bleiben. Das Problem des Naturfutters ist allerdings voll von Schwierigkeiten utvd mit den Problemen der Aufforstung und Bewässerung verkftüpir, so daß man auf eine unmittelbare Verbesserung in dieser Hinsicht kerne Hofin/ungen" setzen darf. Es soll aber den Bemühungen um die Erforschung der Fütterung, welche als einen' Teil die systematische Untersudhung der Möglichkeiten einer Verbesserung des Naturfutters" enthärten soft, $ede Unterstützung zuteil werden. Bs ist von Interesse, hier zu bemerken, daß einige Versuche im Futtevba.ii, .die auf Anregung des •Empire Marketin-Board (Englischer iReichswirtschaftsrat) in Australien unterjio/mmea werden, auch-unmittelbare <Bedeutung: für das Butterproblem in Paiäsfrna haben werden.- b) R i n d er znch t: Das einheimische arabische <Rind ist 'klein und der durohschnitttiche Milchertrag der Ktihe ist gering. In den jüdischen Siedlungen wird das Milchvieh "durch eingeführte ' friesische Zuchttiere aufgezüchtet und in der Re^ierangs-Studierfarm hat man Versuche 'ein-

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