Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1927-01-01 · Heft 10-11 · p. Seite 503

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 10-11
Article
Der Handel Palästinas
Date
1927-01-01
Page
Seite 503 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2379786-2379858-2379865-2385131--05786-2385348
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

503 Handelskammern. An allen Handelspünkten des Landes bestehen bereits flandelskammern. In Jerusalem allein umfaßt sie alle' Nationen..'In J^z.-ääi'^mia bestehen getrennt jüdische und arabische Kammern, kleinere;JÄ3«ilergenössenschaften finden, sich in Hebxon,'Akko u. a.. Ihre öffentliche Wirksamkeit ist allerdings noch sehr beschränkt, da das Kammerwesen noch .nicht dieselbe Stellung wie in Europa, einnimmt. Ihr Einfluß auf (Gesetzgebung und Handelspolitik ist verschwindend gering, wie die Frage des syrischen Vertrages gezeigt hat. Von binationalen Kammern existiert die polnisch-palästinensische Handelskammer und eine Expositur (noch unausgebaut) des österreichischen Handelsmuseums und die Austro-orien- .talische Handelskammer. Es war im vorstehenden unsere Absicht, nicht deskriptiv über den Handel zu berichten, sondern, wie der Untertitel sagt, Probleme anzudeuten und Materialien zu liefern für weitere Arbeiten auf diesem Gebiete. Es konnte dies natürlich nur in aller gebotenen Kürze geschehen. Wir hoffen aber, im Verlauf der nächsten Zeit einzelne Fragen eingehender behandeln zu können. Die Frage des syrischen HäWJg^^ Von Ernst Davis, Jerusalem. Nachstehender Artikel ist in etwas ausführlicherer Form bereits in def „SelbstwBht", Prag, -abgedruckt gewesen. Wir bringen ihn *tf öt2> dem, weil in letzter Zeit diese Frage die Öelfentlichke-it sehr erregt hat. Der Vertrag soll .sShbh abgeschlossen worden sein, wogegen die güdfserien Arbeitgeber und Arbeiter protestiertenl Bie^Red. Die jüdische Industrie in Palästina ist in ihrem erf öigreicfiert Wachstumsprozeß vor die Gefahr einer schweren Erschöttterlnig gestellt worden. Die Regierung hat, wie schon aus den Zeitungsmeldungen «bekannt ist, die Absicht, das bestehende Handelsabköittmen mit Syrien, das für die Waren beider Länder eine, gegenseitige 'Zollfreiheit vorsieht, so abzuändern, daß alle Waren, die zu mehr als 25 Prozent ausländische Rohstoffe enthalten, von dieser Zollfreiheit ausgenommen sein sollen. Dieser Plan berührt den weitaus größten Teil der bestehenden jüdischen Industrie, der wegen des Mangels an inländischen Rohmaterialien oder wegen ihrer unzulänglichen (Qualität zur ausschließlichen, nahezu hundertprozentigen Verarbeitung importierter Rohstoffe gezwungen ist, , wie die Strumpfwirkerei, die Gerberei, die Schokoladenfabrikation u. a. m. Er berührt praktisch auch die Zukunft der Industrialisierung, die, abgesehen von dem immer noch ungeklärten Toten-Meer-Projekt, eben wegen dieses Fehlens inländischer Rohmaterialien oder ihrer Untäuglichkeit auf der Auslandsröhstoffe verarbeitenden Fertig- oder Halbfertigwarenproduktion beruhen muß.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.