Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 10-11
- Article
- Das Tote Meer und seine Bedeutung
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 495 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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49$ trusts» Sir Alfred Mond, gleichfalls Jude und Zionist, stehen, weshalb die Beschaffung der Geldmittel — an deren Möglichkeit in Deutschland vielfach gezweifelt wird — wohl als gesichert änzusehen" ist. Schwieriger als die Geldaufbringung erscheinen mir zwei andere Fragen/ die übrigens auch von der Regierung an die Konzessionswerber gestellt wurden. Die eine 'betrifft die Sorge um das Wohl der Arbeiter, die am Toten Meer beschäftigt werden sollen; es ist sehr zweifelhaft, ob für jüdische Arbeiter,' ja ob für irgend wen außer Beduinen, die wiederum als ständige Arbeiter kaum in Betracht kommen, das Klima am Toten Meer längere Zeit zu ertragen ist. Es wird sich vielleicht die Notwendigkeit ergeben, den ganzen Aufarbeitungsprozeß der auskristallisierten Säfemasse oder der Konzentrate in ein nördlicheres Gebiet zu verlegen und auch die am Toten Meer selbst Beschäftigten v in oder nahe bei Jerusalem oder Haifa anzusiedeln. Als letzte und größte Schwierigkeit kommt die Schaffung einer Transportmöglichkeit für die gewonnenen Produkte hinzu. Diese Frage kann die Realisierung des Projektes sehr verzögern; es wird lange Zeit dauern — wenn man sich einmal für eine bestimmte Strecke und Beförderungsart entschieden haben wird — die Verbindung des Toten Meeres mit einem Hafen auszubauen, um dann von hier aus die Schätze des Toten Meeres in alle Welt hinauszuführen. Die Schaffung einer Transportmöglichkeit vom Toten Meer zum palästinensischen Hafen, die großen Einfluß auf die Preisentwicklung der Salze nehmen, aber auch für den Aufbau Palästinas» selbst und für den Ausbau seines Straßennetzes wichtig sein wird, bietet die größten, aber natürlich keine unüberwindlichen Schwierigkeiten für den Inhaber der Toten Meer-Konzession. Zum Schluß sei noch ein wiederholt auftauchendes Mißverständnis aufgeklärt. Die letzthin erteilte.. Konzession bezieht sich lediglich auf die Kalisalze des Toten Meeres. Es handelt sich demnach um eine Teilkonzession, wenn auch um die wichtigste, nicht aber um eine Gesamtkonzession auf die Chemikalien des Toten Meers und seinem Randgebiet. Die Palastina-iRegierung und das englische Kolonäalministerium wollten zwar ursprünglich... eine solche vergeben, kamen aber schon vor zwei Jahren von diesem Plan ab und erließen damals ein abgeändertes Ausschreiben auf Teilkonzessionen. Wahrscheinlich ist in der Kalikonzession das Recht auf Verwertung, aller bei dem Aufarbeitungsprozeß entstehenden Salze — also Kochsalz, Majgnesiumchlorid und Brom — enthalten. Doch ist es auch möglich, daßsich der Konzessionär verpflichten muß, diese Salze nicht weiter zu verarbeiten und px verkaufen, was insbesondere für Kochsalz in Anbetracht anderer darauf , versehener und noch zu vergebender Konzessionen anzunehieepi; mtä.. bei, der [in Kaliwerken üblichen chemischen ÄrbeitsnrettK^te gßmi gut d^hfübrbar wäre. Daß dem Magnesiumchlorid