Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 8-9
- Article
- Mittelstandskolonisation
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 401 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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401 örtern, unter denen eine Anlage von Orangenpflanzungen überhaupt lohnend ist und h i e r b e i s e i g 1 e i c h f ü r d i e w e i t e r e n Ausführungen vorweggenommen, daß ich nur von Pflanzungen unter optimalen Bedingungen spreche und nur solche meinen Berechnungen und Vergleich e~ n zu.gr u nd e lege. Ebensowenig wie man nach dem geringen Milchertrag einer arabischen Kuh Schlüsse auf die Rentabilität einer „Milchkuh" in Palästina ziehen kann, ebensowenig kann der Zustand, wie die Betriebsweise und die Erträge eines großen Teiles der heutigen Orangengärten maßgebend für unsere Projektierung sein. Ein einfacher Ueberschlag aus den angegebenen Produktionsziffern ergibt, per Dunam tragender Orangerien, ein Ergebnis von etwa 60 Kisten per Dunam, während wir als Normalertrag eines guten Pardeß 120 bis 150 Kisten per Dunam ansehen müssen. Solche Erträge lassen sich regelmäßig nur dann erzielen, wenn man leichte, tiefgründige, durchlässige Böden wählt und über bequeme, reichliche und nicht .kostspielige Bewässerungsmöglichkeiten verfügen kann. Betrachtet man die Anbaumöglichkeiten unter diesen Voraussetzungen, so kommen in der Küstenebene schätzungsweise 200.000 bis 250.000 Dunam in Frage, die sich für Orangenkultur gut eignen würden. Die Bodenfläche wird von anderer Seite um etwa 100.000 Dunam höher angegeben, ich neige jedoch dazu, nach meinen Inspektionen beim Bodenkauf, die Fläche kleiner anzusehen, wohlgemerkt immer für erstlassige Verhältnisse. Ob die Jaffaorange auch in anderen Gegenden Palästinas, so nördlich Haifa und im ganzen Jordantal, gut, gedeihen und rentieren wird, läßt sich heute nicht feststellen, ist auch im Augenblick ziemlich nebensächlich, denn selbst die von mir angegebenen, wenn auch beschränkten Möglichkeiten, sind bei Berücksichtigung der bisherigen zionistischen Mittel so umfangreich, daß sie in den nächsten Jahrzehnten kaum erschöpft werden dürften. Es genügte vorläufig vollauf, seinen Ehrgeiz darein zu setzen, jährlich 5000 Dunam neuer Pflanzungen anzulegen, was eine jährliche Kapitalinvestierung von 400.000 Pfund bedeuten würde und bei einer einigermaßen zielbewußten Leitung erreichbar sein müßte. Anlagekosten und Rentabilität. Fast alle heute tragenden Orangerien sind vor dem Kriege angelegt worden. Damals beliefen sich die'Anlagekosten für etwa 100 Dunam Pardeß einschließlich Pflege während der ersten sechs Jahre auf Pfd. 40 bis 50 per Dunam; heute sind die Kosten höher. Kolonisten, die eine eigene Wirtschaft haben und Arbeiten im Pardeß nebenbei leisten können, werden heute mit Pfd. 60 bis 70 auskommen, sonst muß man für Anlage von einem Dunam Orangerie Pfd. 80 bis 90 veranschlagen, ungerechnet den Zinsverlust für sechs Jahre, der bei 6prozentiger Verzinsung und bei Anlagekosten von Pfd. 85 per Dunam etwa engl. Pfd. 221A für die ganze