Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 8-9
- Article
- Die Rentabilität der Gemüsekulturen in Palästina
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 363 (sequence 5)
- Language
- German
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6 ägypt Pfund betragen. Die Feldgemüsebetriebe mit Bewässerung, die zweimal jährlich ernten, können mit 8 bis 15 ägypt. Pfund rechnen, die Gemüsegärten mit 20 bis 30 ägypt. Pfund und auch bedeutend mehr. Schätzt man nun die Gestehungskosten pro jähr und Dunam für die ein-- zelnen Betriebe mit IV2 (bis 21/» ägypt. Pfund, resp. 5 bis 7 äg^pt. Pfund, resp. Jp bis 15 ägypt. Pfund, so würde sich für den Feldgemüsebetrieb ohne Bewässerung pro Jahr und Dunam ein Reinertrag von 2 bis 4 ägyptr Pfund, für den Feldgemüsebetrieb mit Bewässerung ein solcher von 3 bis 8 ägypt. Pfund und für den Gemüsegarten von 10 bis 15 ägypt. Pfund ergeben. Es sei aber nochmals darauf hingewiesen, daß geschickte Gemüsebauer diese Zahlen leicht verdoppeln und verdreifachen können. Stellt man nun nach den vorausgegangenen Erwägungen noch einmal die Frage, ob und inwieweit Gemüsebau rentabel ist, so kommt man zu dem Ergebnis: Der Gemüsebau nährt wie überall, auch in Palästinaseinen Mann, wenn er nicht als Nebensache und dilettantenhaft betrieben wird. Dafür geben die ungefähren Reinerträge den vollen Beweis,. Der palästinensische Landwirt, der selten mehr als 1 bis 2 ägypt. Pfund 'jährlich pro Dunam mit landwirtschaftlichen Kulturen nach Abzug det Gestehungskosten erzielt, würde mit ^Gemüsekulturen, die- 2 bis 4 ägypt. Pfund bringen, eine löOprozentige Steigerung seiner Reinerträge erzielen. Diese Ausbreitung des Gemüsebaues wird aber vorläufig noch durch-den mangelnden Absatz verhindert. Es ist also auch vom zionistischen Interesse aus wünschenswert, den Gemüseexport zu steigern und planmäßig zu organisieren. Daß auch die Reinerträge von 3 bis 8 ägypt. Pfund und mehr von bewässertem Gemüseboden ziemlich hohe sind, ersieht man daraus, daß bei Orangenpflanzungen erst vom zehnten Jahre an mit einem Reinertrage von 9 ägypt. Pfund gerechnet wird. Davon müssen aber noch die Zinsen für dier sehr hohen Anlagekosten und die fünfjährige Wartezeit abgerechnet werden. Den Dunamerträgen der Gemüsegärtnerei .katin überhaupt keine andere Kultur gegenübergestellt werden. Ich glaube,-mit diesen Zeilen nochmals die. Bedeutung des Gemüsebaues für die palästinensische Volkswirtschaft auch von diesem Standpunkt aus bewiesen zu haben und hoffe im zionistischen Interesse, daß er bald auch von offizieller Seite aus die Förderung erlangen-wird, die er verdient. Zum Problem der jüdisch-arabischen „Einheftsorgänisation^/ Von Dr. Chajini Arlosoroff, Tel-Awiw.: - ' ■; - I- ■' Die Frage nach den Beziehungen zwischen jüdische.r;i u*i4 arabischer Arbeit ist eine der ernstesten ur$ grundlege^nrFrag^? die es überhaupt im Zusammenhang mit dem jüdischen Auf bewerfe UV Palästina gibt. Das Problem, das sie enthält; jst em; ^erkGh^I