Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 6-7
- Article
- Dem Aufstieg entgegen
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 317 (sequence 4)
- Language
- German
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317 Museum wurde seinerzeit von den Herausgebern der Zeitschrift „Mischar Wetaasiah" gegründet und zwei Jahre lang unter großen Opfern erhalten. Nachdem die Exekutive für das Museum nicht helfend eingreifen wollte, : hat sich eine der „Hitachduth Esrachith Leumith" nahestehende Gruppe gebildet, die das Museum erhalten und erweitern will. Die Stadtgemeinde gab ein Grundstück für ein eigenes Gebäude her, das die Gesellschaft erbauen wird. Die Erhaltung des Museums, das in zwei Jahren von 45.000 Leuten besucht 'wurde, ist für die Tozereth Haarez-Propaganda von größter Bedeutung. * Wir können einen hauptsächlich Fragen der städtischen Kolonisation gewidmeten Bericht nicht abschließen, ohne kritisch auf eine Neugründung hinzuweisen, bei der zu Unrecht von „städtischer Kolonisation" gesprochen wird. Wir sprechen von Afuleh. Sicherlich kann sich dort infolge der zentralen Lage eine größere Siedlung entwickeln, in der Bankinstitute ihre Filiale, Kreisspitäler etc. ihren Sitz haben können. Hier •aber programmatisch eine städtische Siedlung zu betreiben, ist wirtschaftlich ungerechtfertigt. Dies hat auch nunmehr Lord Plumer bei seinem Besuche im Em£k angedeutet. Es hieß im offiziellen Bericht der Exekutive für die Presse: ,,Nach einem Bericht von Judge Rosenblatt gab der High Commissioner seiner Meinung Ausdruck, daß die Stadt'der Landwirtschaft ihr Augenmerk schenken muß." Mit diesen wenigen Worten wurde eine Wunde bloßgelegt, um deren Heilung sich hoffentlich bald die verantwortlichen Stellen bemühen werden. Nachbemerkung der Redaktion: Zu vorstehender ,Kritik der Angelegenheit Afuleh (Ir Jesreel) durch unseren geschätzten Mitarbeiter bemerken wir, daß es ein durchaus ge,- sunder städtebaulicher Gedanke ist, für eine zukünftige Stadt schon im voraus einen auf lange Sicht hin berechneten Plan zu entwerfen. Alle Städte der Welt leiden daran, daß derartiges bei ihnen nicht geschah. Es mag vielleicht bei den Parzellenkäufern durch eine ungeschickte Propaganda, wahrscheinlich unabsichtlich, der Eindruck hervorgerufen worden sein, als ob die Stadt mit all den projektierten öffentlichen Gebäuden schon im Bau ist, so daß sie enttäuscht waren, als sie an Ort und Stelle kamen. Dies hat mit der Grundidee nichts zu tun. Allerdings wäre diese Planverfassung im voraus von viel größerem Werte, wenn das ganze Gelände in Gemeinbesitz bliebe und die Parzellen nicht in Privatbesitz verkauft werden würden. Unser Berichterstatter hat vollkommen recht, wenn er die Aeußerung Lord Plumers beifällig zitiert, doch gilt diese für den gegenwärtigen Zeitpunkt. Wir sind überzeugt, daß in Zukunft die Stadt Ir Jezreel erstehen wird. Daß die Hoffnung, die unser Berichterstatter auf die neu gegründete Bank setzt, auch von anderer Seite geteilt wird, zeigt eine Zuschrift, die wir soeben von einem anderen Mitarbeiter, Herrn Ernst Davis, Jerusalem,, erhalten haben und die wir nachstehend im Anschluß an den Bericht Dr. Grunwalds auszugsweise abdrucken. B a n k of Palestin e. Von Ernst Davis, Jerusalem. . . . Das Grundkapital beträgt 1,000.000 Dollar oder etwa 200.000 Pfund, zu dem ein Reservefonds von 100.000 Dollar oder 20.000 Pfund kommt. Hievon wurden 500.000 Dollar von Direktor, 150.000 von Bloom und 50.000 von Sam Cohn übernommen. (Die - restlichen 300.000 werden von einer. Cohn nahestehenden Wiener Bank eingebracht. Das neue Unter-