Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 6-7
- Article
- Der Kernpunkt der Währungsreform
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 305 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2379786-2379858-2379863-2384444--05283-2384685- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
305 wird, wenn der neuen Währung das Prinzip der Volldeckung zugrunde gelegt wird. Palästina würde sich damit außerdem einen Luxus leisten, -den sich nur reiche Staaten erlauben können, aber nicht arme und unentwickelte Länder, die mit ihren Mitteln sehr sparsam umgehen müssen. Offizieller Bericht aber die ökonomische und finanzielle Lage. Von K. W. Stead, Direktor der Departements für Zoll, Abgaben und Handel. II.*) Natürliche Hilfsquellen. Mineralien. Das Land ist nur teilweise erforscht. Die zunehmende Kenntnis der geologischen Formationen läßt größere Möglichkeiten vermuten, als man bisher angenommen hat. Nachfolgendes Resume gibt einen lUeberblick über die Möglichkeiten des Bergbaues. a) Mineralien in Lösung. Das Tote Meer enthält 1 bis 1,5 Prozent Pottasche, je nach der Tiefe, 0,5 bis 0,7 Prozent Brommagnesiurn, 11 bis 17 Prozent Chlormagnesium, 7 bis 9 Prozent Chlornatrium (Salz). b) Feste Mineralien sind Phosphatsteine, Steinsalz, Gips, Schwefel, bituminöse Kalke und Bitumen. Mit der Entwicklung des Landes und Verbilligung des Transportes werden wahrscheinlich viele Phosphatlager ausgebeutet werden. Bituminöse Kalke kommen vielfach in dicken Schichten zusammen mit Kreide vor oder aufgelagert auf den Phosphatschichten von Nebi Mur.a. Der billige Preis von Heizöl in Palästina und das Vorkommen von Schwefel in dem rohen Oel (aus dem Mineral) sprechen gegen die derzeitige Entwicklung, aber Gesuche um seine Bearbeitung liegen vor und es ist möglich, daß die leichten Oele daraus am heimischen Markt verkauft werden könnten. Bitumen kommen noch weiter zerstreut vor, aber gewöhnlich nicht in einer Form, welche ohne Reinigung gebrauchsfähig wäre. Dünne Flötze von Kohle wurden, mit nubischem Sandstein vermengt, um das Tote Meer gefunden, doch scheint Kohle nicht in Schichten von irgend welcher kommerzieller Bedeutung vorzukommen. Steinsalz kommt in Lagern vor, so wie in Jabel Usdom, wo es in Gipsmergel und Sand des Miopliocän-Zeitalters eingelagert ist. Ueberwiegend ist das Salz außerordentlich rein. Schwefel und Gips sind stark verbreitet in den diluvialen Ablagerungen des alten Jordanseeterrains, aber nur an wenigen Orten sind sie mit Nutzen ausgebeutet worden. *) Siehe Nr. 4-5, Seite 191.