Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 6-7
- Article
- Untersuchung von zwölf Wirtschaften einer Kolonie
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 277 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2379786-2379858-2379863-2384439--05248-2384657- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
277 nungen im Innern getüncht und gekalkt und den Fußboden mit Platten gepflastert. IX. Maschinen und Geräte. Arabische Pflüge, welche die Ackerkrume nur brechen, nicht aber die Schollen wenden, hat jeder Kolonist für sich von europäischen, dagegen ist meist je ein Pflug (Nr. 6-7) für zwei Familien angeschafft worden: ebenso ist es mit den Eggen; nur einige wenige haben schon jeder für sich einen Pflug und eine Egge. Kultivatoren, Gras- und Getreidemähmaschinen, - Pferderechen, Maisdreschmaschinen sind je eine für je acht bis jehn Bauern angeschafft worden. Ein Wagen für je zwei Bauern. Meist sind es Verwandte oder alte Freunde, welche zusammen Maschinen und Geräte haben, und daher hat man bis heute von Kollisionen zwischen Nachbarn nichts gehört. * Ich habe die Schilderung der zwölf Bauernwirtschaften beendet und überlasse es den Fachmännern, zu beurteilen, ob diese regelrecht oder fehlerhaft arbeiten; es haben, wie schon anfangs erwähnt worden, das Jahr 1926 sechs mit Gewinn, sechs mit Verlust beschlossen. Da aber keine strikte Buchführung gehalten worden ist, so darf man nicht großes Gewicht auf die Aeußerung der Bauern legen; die Abschätzung« des lebenden und toten Inventars ist oberflächlich; die Abschreibungen ebenso. Hat der Bauer keine Schulden gemacht oder noch etwas von den alten Schulen gezahlt — er meint, das Jahr mit Gewinn geschlossen zu haben —, hat er dagegen zu Ende des Jahres noch etwas Schulden gemacht, so meint er, er hätte das Jahr mit Verlust beendigt. Da aber von unseren zwölf Bauern die meisten erfahrene Leute sind, so wäre es für uns von großem Interesse, wenn Fachleute auf Grund der gegebenen Schilderungen herausfinden könnten, welche von den zwölf Wirtschaften 1926 mit Gewinn und welche mit Verlust gearbeitet haben. Die Aussichten des Gemüsebaues in Palästina. Von Agr. Hermann Hirsch, dzt. Toulori. In Fortsetzung unserer Behandlung der Frage der intensiven Kultur bringen wir nachstehenden Artikel, dessen Autor ein Fachmann ist, der drei Jahre in Palästina gearbeitet und sechs Jahre in europäischen Ländern speziell die Gärtnerei studiert hat. Wie aus dem Artikel hervorgeht, schätzt der Autor die Aussichten des Gemüsebaues sehr hoch ein, wenn dieser nicht in der Form der gärtnerischen, auf kleinen Flächen mit hohen Aufwendungen, sondern in dem der feldmäßigen ohne Bewässerung betrieben wird. Die Red. Vorbemerkung. In Palästina schlummern ungeheure Möglichkeiten, die durch seine geographische Lage, sein Klima und seine