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Palästina · 1927-01-01 · Heft 6-7 · p. Seite 275

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 6-7
Article
Untersuchung von zwölf Wirtschaften einer Kolonie
Date
1927-01-01
Page
Seite 275 (sequence 15)
Language
German
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275 Erläuterungen: Addieren wir die Flächen des Futterbaues in diesen kleinen Wirtschaften, so finden wir heraus, daß diese Flächen verhältnismäßig groß sind: 26 Dunam (Nr. 1), 23,5 (4), 25 (8), 27 (10), 21 (11), 19 (9), 16 (5), 16 (6), 16 (3) und es sind von unserem Dutzend nur drei, die ziemlich wenig Futter gebaut haben. Aus der gegebenen Tabelle wird man sehen, daß die Flächen des bewässerbaren Mais im Jahre 1927 zugenommen haben und auch größer : sind, als in dem geschilderten Jahre 1926; es läßt sich dies dadurch erklären, daß die Bewässerung überhaupt noch in Entstehung begriffen ist, daß im Bmek Ent- und Bewässerung Hand in Hand gehen und sehr kostspielig sind, daher auch nur langsam durchgeführt werden. Die Wicke als Heu wird meist als Mischling angebaut, und zwar Wicke mit Hafer oder Wicke mit Gerste. Der Mischling wird zu einem Teil grün verfüttert und ein Teil wird zu Heu gemacht. Die meisten Kolonisten konnten über Wickenernten keine Zahlen geben, da sie das Gras täglich nach Bedarf gemäht und verfüttert haben. Dasselbe ist auch vom Mais zu sagen. Es werden unsere sachverständigen Leser die eventuellen Zahlen des Viehes und der Flächen des Futterbaues vergleichen und aus diesen Zahlen Schlüsse . ziehen, ob diese zwei Wirt« sohaftskomponenten proportionell zu einander sind und ob die Verschiedenheit der Flächengrößen als Faktor für Gewinn und Verlust dienen könne. Das Gemüse wächst im Winter ohne künstliche Bewässerung, da-r gegen gedeihen im Sommer die "meisten Gemüsearten nur mit; Bewässerung; zu den ersten gehören: Kohl, Blumenkohl, Zwiebeln, rote Rüben, Kartoffeln; zu den zweiten gehören: Tomaten, Eierfrüchte, Kussa, Gurken etc. Melonen sind zwar Sommerfrüchte, wurden aber meist ohne Bewässerung gebaut (in den Jordankolonien mit Bewässerung); die genannten sind meist Handelsgemüse; es werden aber auch alle anderen Gemüse für den Haushalt angebaut, so Möhren, Salat, Rettiche, Radieschen, Spinat, Sellerie und manche andere. Da nicht alle Kolonisten detailliert geantwortet haben und auch eine ins einzelne gehende Tabelle aller angebauten Gemüsearten nicht viel zur Erforschung der Rentabilitätsfrage beitragen würde, so habe ich auch in unserer Tabelle Sommer- und Wintergemüse zusammen angezeigt. Für das Jahr 1927 kann ich die Zahlen von Aleph angeben: Kohl 0,5 Dunam, Zwiebel 1 Dunam, rote Rübe 0,5 Dunam, Melonen 0,75 Dunam, Kartoffeln 0,25 Dunam und verschiedene für den Haushalt bestimmte andere Gemüsearten noch 2 Dunam, zusammen 5 Dunam; dagegen hatte er im Jahre 1926 8 Dunam angebaut. Der Erlös für Gemüse an barem Gelde war im geschilderten Jahre (1926) ziemlich gut; so hat Jod 23 Pfund Einnahmen gehabt, Gimmel 15.50 Pfund. Aus derselben Tabelle ist zu ersehen, daß auch der Gemüsebau in einigen Wirtschaften schon verhältnismäßig ziemlich große Flächen einnimmt (in beiden Jahren haben die zwölf Wirtschaften je 41,5 (Dunam bestellt oder fast 5 Prozent der mit einjährigen Pflanzen bebauten Fläche). Es ist aber leider der Markt für Gemüse noch sehr begrenzt, da.

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