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Palästina · 1927-01-01 · Heft 4-5 · p. Seite 199

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Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 4-5
Article
Fünf Jahre landwirtschaftliche Versuchsstation
Date
1927-01-01
Page
Seite 199 (sequence 7)
Language
German
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199 die Versuchsstation umgibt, und die ihren Ausdruck darin findet, daß sie als ein unentbehrliches Werkzeug für die (Errichtung des arbeitenden jüdischen Palästina empfunden wird,verfehlt nicht ihren Eindruck auf ernste, arbeitsgewohnte Menschen, die, von ganz anderen Arbeiten kommend, hier plötzlich ein ihnen vertrautes Milieu um sich fühlen. Die Versuchsstation hat in der wissenschaftlichen Welt draußen sich viele Freunde zu erwerben verstanden, letzthin zum Beispiel in der Person von Prof. Vavilov, dem Leiter des zentralen allrussischen landwirtschaftlichen Instituts in Leningrad, der es in seinem kürzlich im „öaarez" veröffentlichten Schreiben nicht nur bei einer allgemeinen Anerkennung bewenden ließ, sondern seine Meinung zu vielen Einzelfragen ausgesprochen hat. Auch die Rer gierung Palästinas anerkennt, daß der Wert der Arbeit der Versuchsstation über den Rahmen des jüdischen Siedlungswerkes hinausreicht. Unter den augenblicklich in Palästina herrschenden Zuständen ist es eine besondere Freude, über das Gelingen des Instituts berichten zu können. Zweifellos verdient die Versuchsstation auf Grund ihrer bisherigen Leistungen in ihrer weiteren Entwicklung gefördert zu werden. Wichtige Abteilungen, für die Pläne fertig vorliegen, können aus Mangel an Mitteln nicht eröffnet werden. Dahin -gehört zum Beispiel der Ausbau der Abteilung für Konservierung und Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte und einer solchen für Viehernährung und rationelle Milch- und Düngerwirtschaft. Nach der inneren Front hin ist die Versuchsstation durch die Qualität ihrer Arbeit und das Vertrauen, welches sie in den weitesten Kreisen aller Interessenten genießt, ein Eckpfeiler in der Abwehr aller Angriffe auf das Primat der Landwirtschaft in der Verwendung der dem Siedlungswerk zur Verfügung stehenden öffentlichen Fonds. Wir glauben, der Versuchsstation am besten zu dienen und die Dankesschuld der zionistischen Bewegung an die Mitarbeiter der Station am .besten dadurch abzutragen, daß wir nochmals alle nur irgend an ihrem Werk Interessierten auf den Originalbericht und auf die wissenschaftlichen Publikationen der Station verweisen. * Nachbemerkung der Redaktion: Wir fügen einige Daten aus dem besprochenen Bericht der .Versuchsstation an. Der Stab der wissenschaftlichen Mitarbeiter des Instituts beträgt 38 Herren. Publiziert wurden 17 Arbeiten, ferner für Unterweisung 25 Flugblätter, 3 Mitteilungsblätter. Zur Publikation bereit sind weitere 28 Arbeiten. Das Budget des Instituts betrug 1926 10.375 Pfund. Den Boden für die Felder sowie die Bewässerung stellte der Keren Kajemeth Lejisrael bei, die Baukosten werden durch einen Beitrag von 5000 Pfund, zahlbar in fünf Jahresraten, von Baron Rothschild, Wien, gedeckt. Das Budget, abzüglich der Einnahmen für Erträge, deckt der Keren Hajessod.

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