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Palästina · 1927-01-01 · Heft 4-5 · p. Seite 188

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Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 4-5
Article
Der Bericht des Landwirtschaftsdepartements der Regierung für 1925
Date
1927-01-01
Page
Seite 188 (sequence 3)
Language
German
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188 der Ebene Erez Jesereel lösen. Man könnte dort statt des fehlenden Viehdüngers Gründunger anwenden, ferner mit guten Aussichten Schlachtvieh züchten, an dem ein großer Bedarf im Lande besteht (in den größeren Städten wurden 1925 geschlachtet: 40.000 Rinder, 160.000 Schafe und 80.000 Ziegen). Der Mangel .an «natürlichem Diinger ist ührigenis kein Spezifikum Palästinas, da auch andere Länder darunter wegen des Ersatzes von Zugvieh durch. Motoren usw. leiden. , Speziell in subtropischen Gegenden hilft man sich mit der Gründüngung (Anm. der Red.: Bekanntlich hat der kürzlich verstorbene deutsche Landwirtschaftsdirektor Auhagen nach seiner iPailäst'inareise schon 1907 die Gründüngung empfohlen, und von damals datieren die ersten Versuche der jüdischen Siedler damit). Wenn bei Wilkansky von einer konstanten Krise gesprochen wird, so müßten die kolonisierenden Instanzen ihre Methoden ändern. Seine eigene Ansicht hierüber spricht Mr. Sawer in folgenden Sätzen aus: „Es ist immer klarer geworden, daß der Erwerb von Land im größtmöglichen Ausmaß und die versuchte Anselzung von Einwanderern in der größtmöglichen Zahl eine entsprechende Vernachlässigung der Vorbereitung des Bodens für den Siedler und des Siedlers für den Boden mit sich •.gebracht hat. Ein Vergleich mit diesem Vorgehen hierzulande mit dem, welches die Einwanderungsämter in Kanada, Südafrika und Australien anwenden, würde die Lehre ergeben, mit dem Kaufe weiteren Landes zu aufgeblähten Preisen einzuhalten, alle verfügbaren Hilfskräfte dazu zu verwenden, die bestehenden Siedlungen zu entwickeln, ein umfassendes System der Unterweisung durch Schulen, Lehrfarmen und eine Art von Praktikantenschaft einzuführen — all das gestützt auf systematische und örtliche Erforschung. Nur dies würde über die jetzige Krise hinweghelfen." Hier spricht der Praktiker und er begegnet sich in seinen Forderungen mit dem Verlangen nach einer Konsolidierung der Siedlungen, das heute in der Zionistischen Organisation allgemen zum Ausdruck kommt und die bereits erfolgreich bei acht Siedlungen durchgeführt wurde. Was aber den weiteren Landkauf betrifft, so kommen für die Juden, diesbezüglich noch andere Gesichtspunkte als rein ökonomische in Frage, die natürlich Mr. Saver nicht berücksichtigen kann. Bezüglich der Araber sagt der Bericht, daß sich die Regierung bemüht hat, ohne irgendwie das ökonomische Gleichgewicht des Bauern zu stören, das die Stärke der Lage des Fellachen ausmacht, innerhalb der engen finanziellen Grenzen, welche ihm gezogen sind, seine Erträge zu verbessern. Der Bericht spricht von den Versuchen des Departements bezüglich Verbesserung der Sorten, Düngung, Einführung neuer Viehrassen, Futtergewächse, Pflanzen, Demönstrationsversuchen usw. Es ist bemerkenswert, wieviel die Abteilung trotz ihres geringen Budgets in dieser Beziehung geleistet hat. Von Pflanzungen ist sehr wenig die Rede. Der Bericht spricht über die Ueberproduktion in Tabak. Mr. Sawer hält aber angesichts des

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