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Palästina · 1927-01-01 · Heft 4-5 · p. Seite 187

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Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 4-5
Article
Der Bericht des Landwirtschaftsdepartements der Regierung für 1925
Date
1927-01-01
Page
Seite 187 (sequence 2)
Language
German
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187 Tätigkeit des Amtes nicht ausgedehnt werden konnte. Immerhin ist erst aiuinlioh viel von dem Departement geleistet worden. Der Bericht spricht, davon, daß für eine Zusammenarbeit mit der Zionistischen Exekutive und der Pica .zum Vergleich ihrer Versuche gesorgt wurde. Ebenso soll der Unterricht in den verschiedenen landwirtschaftlichen Schulen nach einheitlichen Richtlinien erfolgen, um bestimmte Prüfungsvorschriften zur Erlangung offizieller Diplome aufstellen zu können. Landwirtschaft. Der Bericht spricht über die ausgedehnte kolonisatorische Tätigkeit der Juden (die Ziffern, die er gibt, sind natürlich veraltet). Er weist darauf hin, .daß von den am Lande lebenden Juden nur ein Teil landwirtschaftlich tätig ist. Der persönliche Faktor ist aber der entscheidende. Das Wichtigste ist nicht der Landerwerb, sondern Siedler mit landwirtschaftlicher Erfahrung, sowie Vorsorge dafür, die fachliche Erziehung zu erleichtern. Mr. Sawer bezieht sich auf die „bewunderungswürdige" Studie von Agr. Wilkansky (Volcani): „The Transition from primitive to modern Agriculture in Palestine" (Bulletin of the Palestine 'Economic Society. Von uns angezeigt in Nr. 1/2), der darin gezeigt hat, daß vorläufig in den neuen Siedlungen nur die Ausgaben modern sind, die Ernten aber nicht größer als bei primitiver arabischer Wirtschaft. Sawer schließt sich seinen Folgerungen an, daß reichliche Maschinenverwendung, arbeitsparende Einrichtungen und Einführung von Rassevieh für den Kleinsiedler deplaciert sind und nur bei Großbetrieb mit Lohnarbeit verwendet werden, können. Die Gelder müssen anstatt für derartige Lux-usaufwendungen dazu verwendet werden, die Produktivität des Bodens und damit die Ernten zu vervielfachen, so wie es seinerzeit die deutschen Kolonisten gemacht haben. Düngung, besserer Anbau, verfeinertes Saatgut guter Sorten und ein befriedigender Fruchtwechsel sind Mittel dazu. Wilkansky fügt hinzu, daß die Düngerbeschaffung begrenzt ist, denn 5000 Kühe würden genügen, um den Bedarf der jüdischen Bevölkerung zu decken. Das Land wäre zu erschöpft, um gute Ernten an Futtermitteln zu erzielen. Intensiver Ackerbau müßte daher nur auf einer so großen Fläche betrieben werden, die nötig ist, um das Milchvieh für den jüdischen Bedarf zu halten. Getreide sollte darauf nur für den Bedarf der Siedler und des Viehes gebaut werden. Wilkansky empfiehlt, auf allen anderen Flächen eine Art verbessertes Dryfarming, „kultivierte' Brache", zu betreiben, um den Boden ohne viel Kosten zu verbessern und die Neuankömmlinge zunächst mit einfachen Arbeiten zu beschäftigen. Der Bericht bemerkt dazu, daß autoritativ festgestellt wurde, daß solche Methoden nur in trockenen Gegenden empfehlenswert sind. Das entsprechende Land müßte außerordentlich billig sein, da es nur eine Ernte in ,zwei Jahren gibt. Die spärlich bevölkerten Gegenden von Gaza und Beerseba kämen dafür in Betracht. Mr. Sawer hofft, daß man sich bemühen werde, die Theorie bald in praktischen Versuchen zu erproben. Aber selbst ihr Gelingen würde noch immer nicht die Frage der Regenerierung erschöpfter, jedoch teuer bezahlter Böden, wie jener in

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