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Palästina · 1927-01-01 · Heft 4-5 · p. Seite 176

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 4-5
Article
Die Bucht von Haifa
Date
1927-01-01
Page
Seite 176 (sequence 2)
Language
German
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176 lieh wohl deshalb, weil er sehr kostspielige Ameliorationen erfordert, welche oft das 10- bis 20fache des gezahlten Bodenpreises ausmachen. Jene 5*000.000 Dunam kann man in absehbarer Zeit höchstwahrscheinlich teils durch Kauf* teils durch die Regierung erhalten, welche ihre Böden stets denen in Pacht gabt, welche in der Nachbarschaft derselben siedeln. All diese Böden sind, wie ausgeführt, ohne kostspielige Ameliorationen nicht viel wert. Das hat seine guten und auch seine schlechten Seiten; seine guten, insofern als der Boden für die Araber wertlos ist, seine schlechten, weil man für die Besiedlung dieser Böden sehr viel Geld benötigt. Leider gibt man sich in der gesamten Zionistischen Organisation über dieses Problem nicht in vollem Umfange Rechenschaft. Es ist absolut klar, daß der Keren Kajemeth nur einen Teil dieses Programms lösen kann. Die Kosten für den Kauf des Bodens betragen nur 20 bis 50 Prozent der Gesamtsumme, die für Bodenankauf plus Ameliöration nötig wäre. Daher kann der Keren Kajemeth, der gezwungen ist, auch einen Teil der Ameliöration zu übernehmen, nur einen kleinen Teil des Problems lösen. Das ganze Projekt, nämlich diese 5,000.000 Dunam Böden in jüdische Hände zu bringen, kann nur realisiert werden, wenn man Mittel und Wege findet, um einen großen Teil des jüdischen Mittelstandes in der ganzen Welt für die Ansiedluiig in Palästina zu interessieren und zur Mitarbeit zu gewinnen. Von diesem Gedanken ausgehend und mit diesem Ziel wurde im Jahre 1923 die Gesellschaft „Meshek, Palestine Building Co.*4 für die Arbeit in Europa und schon früher die „American Zion Commonwealth Inc." für die Arbeit in Amerika gegründet. Die Arbeiten der Gesellschaft beabsichtige ich in einer besonderen Broschüre unter dem Namen „Drei Jahre Meshek" klarzulegen, in der ich alle Fehler und alle Vorteile dieser Arbeit darstellen werde. Hier will ich nur erwähnen, daß im Laufe dieser drei Jahre es den beiden Gesellschaften gelungen ist, zirka 140.000 Dunam Boden zu erwerben, darunter die Bucht von Haifa. Dieser Kauf war mit sehr großen Schwierigkeiten verbunden, denn a) mußte man eine sehr große Summe disponibel haben, b) war die gesamte Fläche in einzelne Teile zerteilt, die verschiedene Besitzer hatten, so daß man jeden einzeln kaufen mußte und bis zum Schluß nicht sicher war, ob man auch den ganzen Boden in die Hand beokmmen würde, c) vor dem Kauf mußte festgestellt werden, ob die Sanierung überhaupt möglich wäre, was selbstverständlich mit Ausgaben ä fond perdu verbunden war. Es gehörte eine sehr große Energie dazu, über all diese Schwierigkeiten hinwegzukommen. Am 15. August 1925 wurde schließlich das Hauptgelände von 45.000 Dunam durch Kuschan (offizielle Besiitzbescheinigung) erworben, es hat sich bis heute auf 65.000 Dunam vergrößert. Zur. Erschließung und für den Verkauf dieses Bodens wurde eine besondere Gesellschaft gegründet, die

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