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Palästina · 1927-01-01 · Heft 3 · p. Seite 112

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 3
Article
Das Ruthenbergsche Elektrifizierungswerk
Date
1927-01-01
Page
Seite 112 (sequence 5)
Language
German
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112 das Recht, elektrischen Strom auch außerhalb Palästinas zu liefern. Die Konzession bezieht sich auch auf Anlagen von Telegraph, Telephon und Radio. Laut dem Text der Kpnzession verpflichtet sich die Corporation, innerhalb der nächsten fünf Jahre Staudämme am Yarmuk und am Jordän, sowie eine Kraftstation in der Nähe von Jisrel Mujamieh, endlich Transmissionslinien, die die Unterdistrikte Jaffa, Haifa, Tiberias und Ramleh mit hydro-elektrischer Energie versorgen, und Reservekraftstationen in Haifa und Tiberias. zu errichten. Für jede monatliche Verzögerung in der Durchführung dieser Arbeiten hat die Corporation eine Buße von Pfd. Sterl. 2000 zu zahlen. Auf Verlangen der Gesellschaft ist die Regierung verpflichtet, allen für die Anlagen benötigten Boden gegen Entschädigung zu enteignen. * Wie verlautet, hat die Gesellschaft zirka 6000-Dilnam in Transjordanien erworben. Die Oel- und Seifenindustrie in Palästina. Diese ist eine der ältesten Industrien des Landes. Sie und die Weinindustrie waren bis zum Krieg die einzigen von einiger Bedeutung. Verwendete Rohmaterialien. a) Heimische: Oliven sind das Hauptmaterial. Die Zahl der Oelbäume in Palästina wird auf 500.000 bis 700.000 geschätzt. In einem /guten Jahr bedeutet dies eine Ernte von 40.000 bis 50.000 Tonnen (nur alle zwei Jahre ist eine gute Ernte). Den Umfang der Olivenölproduktion zeigt folgende Tabelle: Jahr 1920 1921 1922 1923 1924 ' 1925- Tonnen 6707 594 .3397 2983 4901 2689^ Der Prozentsatz des in den Oliven enthaltenen Oeles schwankt je nach der Sorte von 19,2 bis 44,8 Prozent. Sesam-Ernten: Jahr 1920 1921 1922 1923 1924 1925 Tonnen 2488 2976 3898 3654. 3613 4658- Der Oelgehalt ist 51,1 gegen 51,4 Prozent in indischen Lesen. Das Oel wird zum allergrößten Teil exportiert. b) Importierte: O e 1 e, hauptsächlich Kokosnußöl und Kopra, deren Verwendung in der Seifenindustrie iimmer mehr zunimmt. Alkalien (Aetznatron). Da die Lager am Toten Meer noch kaum auszubeuten begonnen wurden, müssen Alkalien importiert " werden. 1923-24 wurden 2711 Tonnen, 1925 15.840 Tonnen Aetznatron, letztere zum Wert von ägypt. Pfund 1107 hauptsächlich aus Aegypten, England und Belgien importiert. Die Fabrikation von Oel und Seife. Diese war bisher fast gänzlich in den Händen arabischer Seifenfabrikariten und daher die Arbeitsmethode sehr primitiv. Vor dem Kriege wurden zirka 9000 Tonnen Seife (meist aus Olivenöl) pro Jahr produziert Das Zentrum für diese arabische Industrie ist Nablus. Von Nablusseife wurden 25.000 Tonnen pro Jahr zum Werte von Pfd. Sterl. 130.000 erzeugt, wovon 701 Prozent nach Aegypten», 20 Prozent nach Syrien exportiert werden. Edne deutsche Fabrik wurde vor zirka 50 Jahren in Haifa etabliert, die eine bessere Sorte Olivenseife herstellt, wovon nach Amerika exportiert wird. Vor dem Kriege bestanden nur wenige jüdische Seifenfabriken,

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