Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1927-01-01 · Heft 3 · p. Seite 111

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 3
Article
Das Ruthenbergsche Elektrifizierungswerk
Date
1927-01-01
Page
Seite 111 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2379786-2379858-2379861-2383845--04804-2384022
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

111 nach Jerusalem ab und geht, von hier nach der Jaffa-Unterstation, wo er mit dem anderen Zweig zusammentrifft, so daß die Möglichkeit vorhanden ist, jeden Punkt des Netzes von beiden Linien aus zu versorgen. Die Kontinuität der Stromversorgung ist" durch die zwei Hilfsstationen in Jaffa und Haifa gesichert, welche mit Dieselmotoren arbeiten und Strom von 6300 Volt erzeugen. Diese zwei Stationen und jene von Tiberias sind zuerst errichtet worden, um den gegenwärtigen (Bedarf an Strom zu decken, und ihnen ist zum großen Teil die starke Entwicklung des Landes zu danken. Die Station in Jaffa wurde 1923 vollendet mit einer Leistung von 1000 HP, 1924 wurden weitere -250 HP installiert, später war noch ein zweiter Annex von 1125 HP notwendig. 1923-24 waren: 160, 1926: 510 Motoren angeschlossen. Die Station in Haifa wurde 1925 mit 1200 HP eröffnet. Die Verteilung der Energie geschieht bei beiden Stationen durch Untergrundkabel mit hoher Spannung, welche zu Transformatoren führen, die den Strom auf 380 und 200 Volt umwandeln. Die Elektrifizierung der Landwirtschaft Dieser wird große Aufmerksamkeit Zugewendet. Von den. hauptsächlichen Unterstationen wird die oberirdische Leitung von 22.000 Volt durch das Land ziehen. Eine Anzahl von Sekundärstationen für den örtlichen Bedarf der Dörfer und Kolonien wird von ihr .gespeist werden. Billige und ausreichende Kraft wird die landwirtschaftliche Entwicklung fördern, ebenso das Entstehen von landwirtschaftlichen Industrien. Ein Teil dieses Werkes ist schon ausgeführt: Von Jaffa wurden zwei Hochspannungsleitungen, die eine nach Sarafend und iRischon, die andere nach Petach Tikwah geführt. * Am 9. März veröffentlichte die „Official Gazette" den Wortlaut der Ruthenberg-Konzession in einer Sonderausgabe. Es heißt darin, daß die Konzession an die Corporation für die Dauer von 70 Jahren verliehen worden ist und daß in dieser Zeit keine ähnliche Konzession an eine andere Gesellschaft seitens der Regierung vergeben werden wird. Die Ruthenberg-Gesellschaft ist ermächtigt, zur Durchführung der Elektrifizierung Palästinas Stauanlagen überall, wo ihr dies als nützlich erscheint, anzulegen; insbesondere steht ihr die Ausnützung des Jordans, des Yarmuk und all ihrer Nebenflüsse in Palästina wie in Transjordanien zu, ebenso die Ausnützung der Teile des Jordans und des Yarmuk außerhalb Palästinas, und zwar auf Grund der englisch-französischen Konvention vom jähre 1920. Die Arbeit an dem Unternehmen hat binnen zwölf Monaten zu beginnen und muß innerhalb fünf Jahren zu Ende geführt sein. Für die Stromlieferung sind folgende Höchstpreise festgesetzt: für Lichtstrom 3 Piaster per Kilowattstunde, für die Lieferung von Strom für Straßenbeleuchtung und von Kraftstrom zu Irrigationszwecken und für industrielle Anlagen 1,5 Piaster per Kilowattstunde. Die Palestine Electric Corporation erhält für zehn Jahre Steuererleichterungen und das Recht zur zollfreien Einfuhr ihrer Maschinen und Materialien. Die Corporation wird gleichzeitig als öffentliche gemeinnützige Körperschaft unter Regierungskontrolle und Regierungsschutz anerkannt. Die Gesellschaft hat

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.