Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 1-2
- Article
- Die Finanzierung des Siedlungswerkes
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 45 (sequence 20)
- Language
- German
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45 auf die Zukunft berechneten Plan, den werden sicher die zur. Verwirklichung u^ in Erez Israel erforderlichen Mittel erschrecken. Aber es ist eine,Tatsache, daß die zionistische Masse sich nach einer Tat sehnt, welche die Existenz des jüdischen Volkes in seinem Land sicherstellt. Diese Tat kann nur die Folge einer großen nationalen Investition sein. Wenn wir von Anfang an die Arbeit, die vor uns hegt, überschauen und wenn wir sie nach, einem (umfassenden Plan durchführen, dann werden wir Millionen sparen und den Gang der Kolonisation vor dauernden und immer wiederkehrenden Krisen sichern. Die Zersplitterung der zionistisehen Arbeit in Von-Fall-zu-Fall-Aktionen verteuert uns Palästina. Dazu kommt noch, daß der Glaube, daß wir -uns dem ersehnten Ziele nähern, durch die Krise schwer betroffen wird. In Erez-Israel kann in einer Periode organisierter Arbeit keine Arbeitslosigkeit herrschen, wenn diese Arbeit aus einer umfassenden «und großen Konzeption heraus geleistet wird, einer Konzeption, gleich jener, die die zionistische Bewegung schuf und die ihr ihre große Kraft gab. Methode der Geldaufbringung. Soweit es erlaubt ist, im Namen des zionistischen Volkes mit Ja oder Nein zu antworten, scheint es mir, daß die Keren Haijessod- und Keren iKajemeth-Zahler in der ganzen Welt vor die Tat- sache der nationalen Anleihe gestellt, ihre Beteiligung verzehn- fachen werden, um eine großzügige und organische Ausführung des zionistischen Planes zu ermöglichen und um ihre Spenden in produktive Anlagen umzuwandeln, deren eine Hälfte im Verlauf von 50 Jahren mit Zinsen zurückgezahlt wird, und deren andere Hälfte ihnen in Aktien der Banken, der Landwirtschafts-, der Bauend der Industriebank erstattet wird. Die in Aktien angelegte Hälfte wird die Möglichkeit gewähren, jede der Banken mit einem großen Grundkapital auszustatten. Auf diese Weise kann ja völlig ausreichender Weise die Rückzahlung der anderen Hälfte der Anleihe gesichert werden, welche gegen Obligationen zu einem festen Zinsfuß von 6 bis 7 Prozent ausgegeben wird. Die Gewinne aus den Aktien widmen die Investierenden in den ersten zehn Jahren zwei Zwecken: der Sicherung des jährlichen Budgets für Einwanderung, Hygiene, Erziehung und sonstige Ausgaben. Das Gesundheits- und Erziehungsbudget wird dem Waad Leumi überantwortet, welcher sich seinerseits bemühen wird, von Jahr zu Jahr die Beteiligung des Jischuw zu vergrößern, dessen wirtschaftliche und zahlenmäßige Kraft mit gewaltigen Schritten wachsen wind; ebenso muß der Waad Leumi .sich bemühen, die Zuschüsse der palästinensischen Regierung auf den Gebieten der sozialen Hilfe, der Kulturarbeit, der Gesundheit usw. zu steigern. Das zahlenmäßige Wachstum des jüdischen Jischuws wird von Jahr zu Jahr seinen Einfluß, als politischer Faktor im Lande erhöhen, und die Regierung wird gezwungen sein, berechtigten Forderungen Folge zu leisten. Wenn.