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Palästina · 1927-01-01 · Heft 1-2 · p. Seite 40

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Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 1-2
Article
Die Finanzierung des Siedlungswerkes
Date
1927-01-01
Page
Seite 40 (sequence 15)
Language
German
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40 tragen werden sollten. Auch hier liegen noch alte Gutachten vor, deren Ratschläge auf Erfüllung warten. Denn Hauptaufgabe des Keren Häjessod, unsere nationale Aufgabe, unser zentrales Problem, ist die Landwirtschaft. Ohne „extensive"- Majorität werden wir keine nationale Heimstätte erwerben. Weil sich aber die Keren-Hajessod-Eingänge weder geometrisch (1:2:4) noch arithmetisch (1:2:3) vermehren werden, muß der Keren Häjessod, um den Forderungen der Neukolonisation zu entsprechen, auf die Dauer ein revolvierehder Fonds werden, der fortwährend aufgefüllt werden muß durch Ablösung solcher Positionen durch Kreditkapital, welche der Keren Häjessod als Erstes-Risiko-Fonds geschaffen und kreditfähig gemacht hat.. Nebenbei würde das auch in der Zukunft dem Jüdischen Nationalfonds ein freieres Feld lassen für seine Sammlungstätigkeit, denn dieser Fonds muß seine Gelder für Landankauf, ä fonds perdu ausgeben. Es gibt heute überhaupt kein finanzielles Programm für die Zukunft. Man sieht kein Licht und in der allgemeinen Niedergeschlagenheit wartet man nur auf Wunder, sei es große Spenden oder Staatsanleihen. Vielleicht wird man in der Weise, wie oben angeführt, etwas Relief bringen können in unsere Finanzwirtschaft, - die zu einer Reliefwirtschaft zu werden droht Das verlangt aber eine andere Einstellung zu der Arbeit, und zwar die Einsicht, daß der Kreditgeber das letzte Wort zu reden hat Diese Einsicht muß einerseits bei unseren Verwaltern herrschen, deren Aufgabe es ist, ein Budget so auszugeben und Betriebe so zu verwalten, daß durch geschäftliche Methoden ehestens Ueberschüsse erzielt werden. Hauptprinzip djer zionistischen Arbeit muß es sein, so bald wie möglich solche Bedingungen zu schaffen, die eine normale ökonomische Aktivität in Palästina ermöglichen, damit das Kapital, das Palästina braucht, für Investierung mehr und mehr herangezogen werden kann, auf der Basis, die im allgemeinen in der Welt üblich ist. Dies ist eine Art zionistischen Programmes und eine Formulierung der Aufgabe der Exekutive. Die Konsequenzen dieser Ansicht auf die Zusammensetzung der Verwaltung und das System ihrer Arbeit sind keine geringen und unterscheiden sich wesentlich von den heute geltenden Methoden. Es kommt dabei nicht auf Worte, sondern auf Taten an und auf den Geist, der solche Taten durchdringt. Und andererseits muß dieselbe Ansicht bei den Interessenten in Erez Israel durchdringen, daß sie in ihren Forderungen den allgemein geltenden ökonomischen Grenzen Rechnung tragen und freiwillig ihre Macht beschränken, um den Leiden durch eigene Fehler der Verwaltung, manchmal Chaluziuth genannt, ein Ende zu machen. Man hat der Palestine Economic Corporation in Amerika immer nur Pläne vorgelegt für Kredite an Handel und Industrie, Uebernahme von Pfandbriefen der Hypothekenbank, Anleihen an

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