Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 1-2
- Article
- Die Finanzierung des Siedlungswerkes
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2379786-2379858-2379860-2383508--04546-2383693- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
27 öde r d e m an deren B er uf s z w eig e zuwenden k önüeny sqnder n daß alle Zweige, die zu einer gesunden Vo 1 ks wirtschaft. gehören, im riehtigen V erh.ä 1 tnis besetzen müssen. Da$ Aufbauwerk verlangt in allen Zweigen ein gleichmäßiges Vorrücken. Es hat keinen Zweck/Boden zu kaufen, wenn wir nicht auch die Geldmittel haben, um den Boden zu ameliprieren und zu besiedeln. Ebenso hat es keinen Zweck, durch Hypothekenkredite den JBau von Häusern zu fördern, wenn wir nicht gleichzeitig durch Kredite an Industrie und Handwerk die Zahl derjenigen vermehren, welche Miete oder Zinsen für die neuen Häuser zahlen können. Unser Aufbauwerk gleicht dem Vormarsch einer Armee: keine Truppengattung jjarf allein vorrücken, nur im Zusammenhang mit den anderen Truppengattungen ist ihr Vorgehen möglich. Ohne den Schütz der schwer beweglichen Artillerie ist die leicht bewegliche Infanterie und Kavallerie ohnmächtig. Unsere Artillerie ist die Landwirtschaft. Sie bestimmt durch das Tempo ihres Vorrüc^ens auch das unserer anderen Tätigkeitszweige. Mit einer gesunden Landwirtschaft als Basis wird sich auch die Industrie , und das Bauwesen in den Städten entwickeln. Ohne solche Grundlage wird das Wirtschaftsleben in den Städten, auf sich allein gestellt, verkümmerii. Wir nehmen an, daß eine wirtschaftlich richtige Verteilung der Juden auf alle Berufe dann vorliegt, wenn mindestens 25 Prozent der Einwanderer sich der Landwirtschaft zuwenden. Bei einer Einwanderung von 30.000 Seelen — gleich 6000 Familien — heißt das, daß jährlich 1500 Familien sich in der Landwirtschaft ansiedelnd Wir nehmen an, daß unter diesen 1500 Familien sich 1000 befinden, die über ein eigenes Kapital von 100 Pfund Sterling verfügen und gemischte Wirtschaft treiben wollen,. während 500;ein eigenes Kapital von 500 Pfund Sterling besitzen und Orangenpflanzungen anzulegen beabsichtigen. Die Frage ist nun: Gibt es eine Möglichkeit,, um auch für diese landwirtschaftliche Kolonisation die Rückzahlung und Verzinsung einer Anleihe Aus stellern? Als ich zur Zeit des letzten, Kongresses meine Ansichten über das Anleiheprojekt äußerte, schien mir zur Verstärkung der;^ Siche^ rüng einer Anleihe für die Landwirtschaft kein anderer Weg übrig, als daß die Differenz zwischen den. Zinseneinnahmen und Zinsenaüsgaberi durch einen von dritter Seite aufzubringende!! Garantiefonds gedeckt werde. Ich war mir damals natürlich klar darüb er, daß die Aufbringung eines solchen Garantiefonds von den düidischen.Ge- *meinden, Vereinen, Lögen, Institutionen usw. außerordentlich :schwer sein würde. Trotzdem in: Artikeln; von Dr. Hugo Herr mann und A; Cohen; dierEnlangung einer Garantie durch ijüdische -Geiiieinr den als durchaus möglich empfohlen wird; bin ich doch-:davon; abgekommen, weil < ich die Schwierigkeiteil, (.für: zw groß' halte. Ich möchte fetzt, statt Sicherheiten von dritter Seite zw suchen; diese in den förmalenrBedingitagjen: firiden; unter: denen die; Darlehen an>4te