Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 1-2
- Article
- Die agrarische Aufnahmsfähigkeit Palästinas
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 13 (sequence 6)
- Language
- German
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WS A< bis 5 Dunam; Oedland und 2 bis 3 Dunam für Bauten, Höfe und jWjege ein. Beim gegenwärtigen Stand genügt aber eine Fläche von brutto 100 Dunam für eine Familie europäischen Lebensstandards nicht, solange als der Boden-weder kultiviert noch genügend gedüngt wurde, besonders mit natürlichem Dünger, welcher für den schweren Boden im Emek nötig ist (künstliche Dünger machen den Boden zu kompakt), solange ferner unser Saatgut nicht gesicherte Keimkraft hat,- vollkommen rein und gegen Krankheiten-immun ist, .und endlich, solange unser Kolonisationswerk gewisse soziale und organisatorische Schwierigkeiten durchmacht, wie verspätete Flüssigmachung der nötigen Gelder, Mangel an landwirtschaftlichen Kreditmöglichkeiten, . Fehlen von Wegen, mangelnde landwirtschaftliche Ausbildung usw. Andererseits, wenn alles normal sein wird, der Boden gut bearbeitet, gedüngt, von Unkraut gereinigt, und. keine sonstigen Behinderungen vorfallen, wird eine viel kleinere Fläche genügen. \ Vergleichen-wir beide Typen. Güter, welche ungenügend verbessert und gedüngt und übermäßig ausgebeutet sind, ferner mit Rücksicht auf die Oschersteuer bebaut wurden oder deren Bewirtschafter keine genügende Erfahrung haben, liefern sehr kleine Erträge. Aber selbst in Palästina gibt es in; einem, Jahre, genügenden Regenfalles dort, wo der Druck des Zehnten erleichtert wird — zum Beispiel wenn das Dorf den eigenen Zehnten pachtet — und wo bessere allgemeine Voraussetzungen vorhanden sind, gute Erträgnisse, weit über jenen, welche die Fellachen oder durchschnittlich die jüdischen Farmer erzielen, geradeso wie in Europa, wo besser ausgerüstete Güter mit erfahrenen-Landwirten höhere-Erträge geben. Fruchtsorte Erträge in Palästina, Kg per Dunam außergewöhnliche Unter gegenwärtigen Ernte Bedingungen Chedera Nahalal 1914 1925 Erträge in Europa Kg per Dunam Durch- . schnittlich gux Weizen ). , 50, 60, 70, 80 165 133 180 400 Gerste ... . 80, 90, 100, 120 . 300 77 250 500 Bohnen . . : 60, 70 . — — , 200 300 Mais . : 100 — ..— 250 450 Heu . 200, 300 .,— .— 450 .: 700 DurrJia; 60, 70 175 '■— .200 400 Sesam . 25 45; . —r- 60 120 . < . ,. . . (Indien zwei Erträge , : ".. pro Jahr); Wenn wir daher einen Kolonisten in Palästina auf Grund dieser Ziffern anzusetzen haben, wird die Größe des Gutes variieren nach der Lage im Lande, der Güte des Bodens; der Eignung der Siqdler und nach den allgemeinen Bedingungen. Wir wollen drei Ty$)en von drei verschiedenen Ertragsstufen untersuchen: jÖie